Da isser nun im Amt, Amerikas „Mr President“. Und was macht er? Er erdreistet sich, genau das zu tun, was er im Wahlkampf angekündigt hat.
Wenn man es mal objektiv betrachtet, kommt er seinen Wahlversprechen besser nach, als jeder Präsident der Vereinigten Staaten vorher.
Und so schnell. Es geht Schlag auf Schlag.
Und es passiert genau das, was er und sein „Inner Circle“ vor haben:

Der Bogen wird überspannt, die Allgemeinheit regt sich über die Massnahmen auf, geht auf die Strasse, protestiert. Die Medien stürzen sich auf die überzogenen Massnahmen, manche Bürger lassen sich dazu hinreissen, über die demokratischen Stränge zu schlagen und ebnen damit unbewusst den Weg, den dieser Präsident mit seinen Lakaien gehen will.
Die Medien, die Allgemeinheit sind zum Beispiel momentan beschäftigt, sich über das Einreiseverbot aufzuregen, das sogar „Green Card“ Besitzer aus den Staaten betrifft. Dieses Einreiseverbot ist jetzt auf jeden Fall mal das Thema für zumindest ein paar Tage. Dann wird Trump und sein Stab mit irgendeinem anderen Thema nachlegen. Das sind die Themen für die Allgemeinheit. Im Prinzip das grosse Stück Fleisch, das den Löwen ablenken soll, um nebenher ein Gitter um ihn herum zu bauen.
Alle stürzen sich auf das grosse Stück Fleisch und konzentrieren sich darauf, und nebenbei höhlt Trump das „Check and Balance“ System aus. Genau das System, auf das nach seiner Wahl die Amerikaner vertraut haben, die keine Hillary Clinton haben wollten und einen Trump wählten. Darunter auch viele Republikaner, die gegen Trump waren und sind und glaubten, sie können den Präsidenten in einem demokratischen Staat durch die Genehmigungsverfahren im Griff halten.
Es sieht so aus, als ob Trump sukzessive das „Check and Balance“ aushebelt, in dem er die für ihn richtigen Leute da einsetzt, wo er andere feuert oder zum Rücktritt zwingt.

Über den Abgassskandal (wahrscheinlich nicht nur) des VW Konzerns ist ja schon mehr als genug geschrieben worden. Wissenswertes, Unnützes, Überflüssiges, und noch mehr. Auch der in unserer schwäbischen Landeshauptstadt Stuttgart anhaltende Feinstaubalarm ist, zumindest im Ländle, immer wieder ein Artikel wert. Da wird herauf- und hinunterdiskutiert, lamentiert, nach Lösungen gesucht, oder zumindest so getan. Andere nerven sich, dass nur die Amerikaner Geld vom VW Konzern bekommen und so weiter.

Wie so oft übersieht man dann, dass es auch noch Produkte betrifft, die ohne in den Fokus zu treten, im „Windschatten“ solcher Ereignisse ihren Überlebenskampf starten müssen.
So zum Beispiel eine spezielle Gattung Uhren, bei denen man jetzt versucht, die durch saftige Preisreduzierungen noch an den Kunden zu bringen.

Es scheint, dass – endlich – die Gefühle wieder die Oberhand in unserem Leben gewinnen. Wir hören wieder zu, wenn Menschen über ihre Gefühle sprechen. Und dies nicht nur im therapeutischen Gesprächskreis, nein, endlich ziehen die Gefühle sogar in den harten Businessalltag ein.
Manche Zeitgenossen sind sogar überschwänglich gefühlsbetont und erzählen einem ununterbrochen über ihre Gefühle.
Auch im redaktionellen Teil der Medien sind Gefühle im Kommen.
Wir werden wieder Mensch („ich bin keine Maschine“, ja ich weiss, Tim Bendzko, musst du ja auch nicht sein)

Es beginnt schon morgens beim Wetterbericht. Es hat minus 5 Grad, aber das interessiert mich nicht. Mich interessiert, dass Herr Wetterfrosch es als „minus 10 Grad“ fühlt. Er begründet, dass es am kalten Wind liegt. Aha. Wenn ich jetzt in Unterhose und Socken raus gehe, fühle ich bestimmt minus 20 Grad.

Es ist zum Mäuse melken. Was man macht, ist falsch. Und jeder meint, alles kritisieren zu können, ohne aber wirklich eine Alternative anzubieten.
Silvester 2015 endete in Köln im Chaos, die Polizei war überfordert, nicht präsent, hat scheinbare Anzeichen nicht ernst genommen.
An Silvester 2016 sollte sich das nicht mehr wiederholen, also wurden die Erkenntnisse ausgewertet und Massnahmen eingeleitet, Pläne ausgearbeitet etc.

Und es ist scheinbar dieses Mal nichts passiert, was es wert gewesen wäre, zu berichten.

Man ist fast geneigt zu sagen „leider“, denn mir kommt es vor, als ob man krampfhaft das Thema „Silvester in Köln“ warmhalten will. Und weil es letztes Mal geklappt hat, die Polizei zu kritisieren, dann muss das auch dieses Jahr funktionieren. Auch wenn eigentlich alles geklappt hat.

Mit diesem Zitat von Jean Paul Sartre möchte ich heute den letzten Blogeintrag für dieses Jahr beginnen. Ich weiss nicht, in welchem Zusammenhang Monsieur Sartre diesen Satz gesagt hat und ich werde ihn hier einfach so verwenden, wie ich ihn sehe.

Auf jeden Fall hat Sartre den Satz sicher nicht in 2016 gesagt, und es zeigt sich, dass wir Menschen in jeder Zeit gedacht haben, dass die Zeiten früher besser waren und dass es immer schlimmer wird. Wenn man sich an all den Schlagzeilen des Jahres orientiert, dann sieht es ja auch (mal wieder) so aus, als ob es schlimmer nicht werden könnte. Oder als ob wir es nicht aufhalten können, dass wir geradezu ins Chaos steuern.

Sie  machen es wirklich
Unter der Bewachung von Polizei und Militär
Angeordnet von ganz oben
Zum Schutz vor dem Kapitalismus
Die Mauer

Unabsichtlich wird sie gebaut
Über einhundert Kilometer lang

Niemand hatte die Absicht, eine Mauer zu bauen

Und jetzt setzen die Bauleute Stein auf Stein

Steine, die Familien trennen
Steine, die Ideologien trennen
Steine, die eine Stadt trennen
Steine, die ein Land trennen

Jahre gehen durch dieses Land
Menschen müssen sterben
Weil sie auf die andere Seite der Mauer wollen
Dorthin, wo sie meinen, dass sie frei sind

Die Mauer beginnt auch in unseren Köpfen zu wachsen

Im Osten ist der Kapitalismus böse
Und der Ami
Im Westen der Kommunismus
Und der Russe

Die Erziehung prägt
Auf jeder Seite anders

Die Mauer ist Vergangenheit

Lasst uns keine neue aufbauen

J.Wagner

Unscheinbar zwischen zwei neu eingebauten Fenstern sah ich die Schrift an der Wand

RASIR
SALON

Einmal davon abgesehen, dass ich nicht wusste, dass man das Wort “Rasieren“ einmal ohne das “Verlängerungs-E“ geschrieben hat, kamen mir Gedanken in den Sinn. Gedanken an eine Zeit, die ich nie erlebt habe. Gedanken an die Zeit Anfangs des zwanzigsten, des vorigen Jahrhunderts.

deutschlandfahnenEin unsäglicher Krieg, massenhafte Ermordung von Menschen, Hassparolen und unendliches Leid, ausgehend von einem Land, welches Deutschland hiess, hat den Bewohnern dieses Landes für einige Jahrzehnte den Stolz auf dieses Land genommen. Den meisten wenigstens. Manchen nicht. Aber dieses Deutschland hat sich nach diesem unsäglichen Krieg, nach der Diktatur der Vernichtung gewandelt. Es entstand ein Grundgesetz, auf dem Demokratie gebaut wurde ( und hoffentlich noch wird), in dem die Menschenwürde und die Religionsfreiheit verbrieft wurden.

Da sitze ich nun glücklich auf meinem reservierten Platz, ICE zweiter Klasse. Sparpreis, BahnCard 25, alle Register gezogen. Online gebucht, sogar Sitzplatz ausgesucht. Bewusst in der „Ruhezone“, also da, wo kleine Schaubilder auch denen, die des Lesens nicht mächtig sind, zeigen „Bitte Ruhe“, „Kein Mobiltelefon“.
Ich mag das, die Ruhezone, wenn sie denn mal ruhig ist.
Es war ruhig, bis ein Schmalspurmanager zugestiegen ist. Rollkoffer, oder auch Trolley genannt hinter sich her ziehend, steuert er den Platz am Tisch des Grossraumwagens an.

Men to the left

Heute ist, beziehungsweise war der Internationale Frauentag. Als Blogger muss man ja da was dazu schreiben. Bloss was? Eine Lobeshymne auf die Frauen? Ein Hoch auf das, was alles erreicht wurde? Eine Auflistung, was alles noch zu tun ist?
Schön, das könnte ich jetzt alles machen. Ist auch relativ einfach. Kopieren, einfügen, Worte umstellen und schon ist der Artikel fertig. Werde ich nicht, auch wenn ich vielleicht hier mit meinen Gedanken, die nicht so schön strukturiert und sortiert kommen, wie sie vielleicht sollten, manchmal anecken werde. Ich versuche es trotzdem.

Erst einmal finde ich es gut, dass es den internationalen Frauentag gibt. Heute morgen hatten alle ein Glückwunschmail in ihrer Mailbox. Vom Geschäftsführer. Lag daran, dass es zwar den Verteiler „Standort_Alle“ gibt, aber nicht den Verteiler „Standort_Alle_Frauen“. Das lassen wir lieber, denn das könnte ja schon wieder diskriminierend sein. Also haben wir uns alle, ob Männlein…, nee… Entschuldigung: Ob Frau oder Mann, über ein „Herzlichen Glückwunsch zum Frauentag“ gefreut.
Die zweite Freude kam gleich danach, als nämlich ein grosser Korb mit Süssigkeiten in unserer Produktionshalle auftauchte. „Nur für die Frauen“ wurde ermahnend gesagt. Und dann mussten wir warten, da ja in der Produktionshalle nicht unbedingt gegessen werden sollte. Nach der Pause waren alle Frauen versorgt, viele wollten keine Süssigkeiten, wegen Figur und so, und somit kamen wir Mannsbilder auch in den Genuss der Leckereien.

Hab ich heute gelesen. Es gibt sie, die Sauberläufer. Saubärläufer? Nein Sauber, etwa so wie nicht schmutzig, rein, also einfach sauber.
Sauber, dachte ich, dass es so was gibt. Läuft sich da einer sauber? Also kommt so von der Arbeit, vom Bau, nimmt nicht den Bus, sondern läuft, also rennt nach Hause und kommt strahlend rein zuhause an? Wenn er dabei grinst, sind die Zähne auch schon geputzt? Wie geht das? Und geht das nur bei äusserlichem Dreck? Kann man sich auch innerlich sauber laufen? Oder ist alles nur Tarnung? Wie bei Volkswagen damals? Man erinnere sich: „Der läuft vielleicht sauber“, sagte der Protzat-Fahrer, nachdem er auf der bundesdeutschen Autobahn mit 220 Kilometern pro sechzig Minuten durch die Gegend gebrezelt ist. Und zuhause macht er den Fernseher an und sieht, dass sein „sauberes“ Auto genau so dreckig ist, wie alle anderen. Aber trotzdem ist es sauber gelaufen. Oder meint man mit „Sauberläufer“ nur einen „Gutläufer“, also einen, bei dem alles gut gelaufen ist? Wobei wir dann vom Aktiven ins Passive kommen… Zuerst läuft man nach Hause als Sauberläufer und dann wird man gefragt, ob heute alles gut gelaufen ist. Sauber, oder?

Good Place
Foto: J.Wagner

Firmen entdecken immer mehr, dass der Mensch aus verschiedenen Ressourcen besteht, die man wie kleine Bausteine individuell programmieren kann. Aus diesem Grund wurden auch in den deutschen Firmen die „Personalabteilungen“ zu „HR“ Departments. „HR“ heisst nicht etwa „Hoher Rat“, nein, es ist die Abkürzung von „Headhunter’s Rescue“, also die Rettung für Die sogenannten Kopfjäger. Wobei man ja das Englische nicht immer eins zu eins übersetzen sollte. Wer würde sich als Künstler bei uns schon „Katzen-Stephan“, „Neugierde hat die Katze getötet“, „Johannes Bargeld“ oder so nennen?

Aber zurück zu „HR“. Heisst natürlich nicht das mit den Kopf(geld)jägern. Sondern ganz schlicht und wenig ergreifend „Human Ressources“, also „menschliche Quellen“, wobei damit eben die Arbeitskraft gemeint ist.
Wir sind eine ganze oder eine halbe oder eine 60 FTE (Full Time Equivalent, also „wie viel wären wir, wenn wir immer da wären“)
Bevor mich jetzt wieder welche aufklären wollen, dass man das alles zur Berechnung eines Unternehmens braucht….. ja, das weiss ich. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn mit diesen Zahlen kalkuliert wird.

Aber jetzt komme ich zu den „programmierbaren Modulen“, die dann in Skill Level eingeteilt werden.

Statue Vigelandsanlegget Oslo

Da sitze ich heute vormittag bei schönstem Wintersonnenfrühlingswetter am PC und mache im Urlaub meine Geschäftsmails und dann höre ich den folgenden Song im „Radio“ – eigentlich auf meinem „Medien Server“ (wusste gar nicht, dass das Lied da drauf ist)
Und da dachte ich, ich muss den Liedtext mal zitieren, für alle „50 und darüber“ (also auch für mich)

Und dann kneifen wir uns in den Arm und stellen fest: „Wir leben noch !!!!“

Um gleich vorab etwas klar zu stellen:
Die Anschläge in Paris am Freitagabend verurteile ich aufs Schärfste und ich bin auch schockiert und sehr betroffen.
Nicht ohne Grund hat es bis heute gedauert, bis ich mich in meinem Blog zu Wort melde.

Aber:
Ich bin nicht Paris, und ich werde auch mein Facebook Profilbild nicht mit der französischen Flagge ausstatten.
Ich werde den Eifelturm nicht in ein Friedenszeichen umwandeln.
Und trotzdem bin ich traurig. Ich trauere. Über den Verlust von Menschen, den Verlust von Menschlichkeit.
Ich trauere, dass im Namen einer Religion Leid über Menschen kommt, dass unter dem Deckmantel des Glaubens sogenannte „Ungläubige“ hingerichtet werden.

Paris hat den Terror des „Islamischen Staates“ uns Europäern nahe gebracht, das Entsetzen, den Tod, die Machtlosigkeit.
Genau der Terror, vor dem die Menschen aus Syrien und anderen Staaten fliehen, ist jetzt in der Stadt der Liebe angekommen.
Es hätte jede andere Stadt sein können.

PapierspenderAuf Grund der Hygienevorschriften gibt es in den „Toiletten mit Publikumsverkehr“, oder landläufig auch „öffentliche Toiletten“ genannt, meist Papierhandtücher, oder „Einmalhandtücher“. Damit die Dinger nicht nass werden, oder einfach so in der Gegend rumliegen, werden sie in verschiedenen Behältnissen, auch „Spender“ genannt, vorgehalten.
Wobei die Worte „Spender“ und „vorhalten“ schon zum Kernproblem der ganzen Papierhandtuchsache führt.

Ich gehe mal davon aus, dass ein „Spender“ etwas mehr oder weniger gerne, aber auf jeden Fall freiwillig her gibt, weil er die Notwendigkeit sieht, durch seine Spende eine gewisse Not zu lindern.
Auf den Papierhandtuchspender bezogen, sollte man meinen, dass meine Not, nämlich nasse Hände zu haben, dazu führen sollte, dass dieser Spender mir gerne eines oder zwei seiner Tüchlein spendet, um mir die Möglichkeit zu bieten, meine Hände abzutrocknen.
Weit gefehlt. Diese Spender haben so einige Tricks auf Lager, uns den Empfang der Spende ziemlich zu erschweren. Ich weiss nicht, ob ich alle Möglichkeiten hier abdecken kann, aber fangen wir mal an.

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Seit nunmehr vier Tagen bin ich hier in der Asklepios Klinik St. Georg im schönen Hamburg. Und das alles wegen „Einstein“, der meinte, er müsste mal kurz blockieren. Was bei mir zu Urlaubskolliken, besser zu Koliken im Urlaub geführt hat.
Aber ich wollte ja nicht über „Einstein“ berichten, wobei es eventuell seinen Bruder „Nocheinstein“ noch gibt, was den Herren (ja, in dem Fall treten nur Herren bei der „Visite“ auf) Doktoren Rätsel aufgibt. Hat sich der kleine „Nocheinstein“ beim CT versteckt? Dort wurde nämlich nur „Einstein“ gesichtet.
Egal, zurück zum Loblied auf die Deutsche Gesundheitsversorgung.
Du zahlst jeden Monat deinen Kranjenkassenbeitrag, wobei die Krankenkassen ja heute „Gesundheitskassen“ oder „Wohlfühlkassen“ oder so genannt werden möchten. Klingt einfach besser fürs Marketing. Ist für mich krank, aber egal. Also, bei mir heissen die Krankenversicherungen Krankenkassen oder eben Krankenversicherungen.

…sonschd platz i
(Für Nichtschwaben: „Das muss raus, sonst platze ich“ – Eine präventive Entschuldigung für eventuelle nachfolgende verbale Entgleisungen, die aufgrund angestauter,  zumeist als negativ  zu bezeichnender Emotionen,  nicht immer zu vermeiden sind)

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Wir befinden uns am Sonntagmittag,  den 16. August 2015 um 12:20 Uhr  auf der Rastanlage Harz Ost, Richtung Hannover. Eine kurze Rast ist angesagt, die Laune blendend. Es geht ja schließlich in den Sommerurlaub.
Der Parkplatz ist recht belebt, Wochenende, Ferien, alles ganz normal.
Neben unserem Auto sind noch zwei Parkplätze frei und links daneben ist der Gehweg und auch eine große Abfalltonne.

Dann lassen wir das Geschehen mal starten.