Einundsiebzig ist sie. Und heute hat sie Geburtstag. Und sie heißt ganz offiziell Anni-Frid Prinzessin Reuss von Plauen.
Ich als (früher ganz offizieller und heute eher heimlicher) ABBA Fan möchte hier einfach gratulieren. Warum? Kein runder Geburtstag, aber ein Geburtstag, an dem die Künstlerin noch lebt. Immer wieder schreiben wir, wenn jemand gestorben ist. Heute will ich einfach erinnern und gratulieren. Einer Sängerin gratulieren, die als Teil der Gruppe ABBA einen guten Teil meiner Jugend begleitet hat. Die Platten sind im Keller, ein paar CDs (ich wollte eigentlich alle LPs auch nochmals als CD) im Schrank, einige Lieder auf dem MP3 Player. Und ihre Solosongs waren auch nicht ohne, finde ich.
Happy Birthday, Anni-Frid. Und jetzt dürft ihr noch ein Lied singen, Prinzessin

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Civil Rights March on Washington, D.C. Entertainment: closeup view of vocalists Joan Baez and Bob Dylan, 08/28/1963 Source: [http://www.archives.gov NARA] – ARC Identifier: 542021 {{PD-USGov}}
Kennen Sie Robert Allen Zimmerman? Sicher kennen Sie ihn. Nur eben als Bob Dylan. Und dieser hat heute den Nobelpreis für Literatur erhalten. Was, ein Sänger und Liedtextschreiber, sorry entschuldigung, ein „Songwriter“ bekommt einen Literaturnobelpreis? Ja jetzt aber. Teile der heiligen schreibende Zunft, wahrscheinlich vertreten durch solche, die noch nie versucht haben einen Liedtext zu schreiben, empört sich darüber, dass der Nobelpreis an einen Sänger verliehen wurde. Apropos verliehen: Ich hab noch nie gesehen, wie sie ihn zurück gegeben haben.

Liebe „Juckplotz“ Verfolgerinnen und Verfolger, liebe Literaturbloggerinnen und -blogger, wie ist Ihre Meinung? Sollen die Musicpeople jetzt auch noch die Literaturpreise absahnen, oder sollen sie gefälligst in ihrem Bereich bleiben?

Sind Texte wie „Blowing in the Wind“ nicht Literatur ?

Von Lala Lugo - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6625187
Roxette in Concert 2001   Von Lala Lugo – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6625187

„An erster Stelle danke ich jedoch der mächtigen Marie, der Amazonin der heiligen Stimme, der Göttin der außergewöhnlichen Rock-Performance, der befreiten und großartigen Interpretin meiner bescheidenen Worte und Musik.“ Diese Worte richtete heute Per Gessle an seine Bandkollegin und Roxette-Mitbegründerin Marie Fredriksson.
Nach über dreissig Jahren scheint es endgültig zu sein: Marie Fredriksson, die Stimme der schwedischen Rockband „Roxette“ muss sich aus dem Showgeschäft, zumindest auf der Bühne, verabschieden. Die starke Frau, die vor 15 Jahren einen Hirntumor besiegte, sagte die Tournee heute ab. Ihre Worte klingen nach Abschied: „Es waren unglaubliche 30 Jahre! Ich fühle nur Freude und Glück beim Rückblick auf die Live-Geschichte von Roxette.“

Elvis Strassenkünstler in Las Vegas
Elvis Strassenkünstler in Las Vegas

»Ein Image und ein Mensch sind zweierlei.
Es ist verdammt schwer, einem Image gerecht zu werden.«

– Elvis Presley auf einer Pressekonferenz im Jahr 1972

Elvis Aaron Presley würde heute 81 Jahre alt. Ok, es gibt viele, die heute einundachzig werden, oder werden würden, wären sie nicht schon tot. In manchen Blogs habe ich auch schon gelesen, dass es den Menschen auf die Nerven geht, wenn man über Geburtstage oder das Ableben von „Promis“ berichtet. Es stimmt, jeden Tag wird jemand geboren, hat jemand Geburtstag oder stirbt jemand. Und nur einige wenige werden dann in Blogs, Sondersendungen etc. bedacht. Trotzdem finde ich es interessant, sich hin und wieder mit solchen Menschen zu beschäftigen.

Als ich gerade meinen Rechner startete, und bei Google vorbei sah, wurde mir unübersehbar mitgeteilt, dass Ludwig van Beethoven 245 Jahre alt geworden ist. Ist er natürlich nicht, es ist nur sein 245. Gerburtstag. Trotzdem tat ich innerlich einen Hüpfer, denn mir fiel spontan was ein. Da der Hüpfer beim anschauen der Google Startseite kam, hatte ich also heute Abend quasi einen „Guglhupf“. Ach, da fällt mir ein, ich muss noch was essen (und trinken – wegen „Einstein“, dass der nicht wieder kommt). Also bis gleich.

Hier jetzt die Ursache des Guglhupfs: Nehmen wir mal an, unser Ludwig van B. wäre wirklich noch am Leben, durch irgendeine kosmische Konstellation oder so was ähnlichem wurde er nämlich  irgendwann im Oktober oder November 1826 aus Gneixendorf „weggebeamt“, wahrscheinlich geklont, und sein Klon wurde in Gneixendorf zurückgelassen, weil eben beim Klonen nicht der ganze Beethoven (mit allen Talenten und so) ins „Backup“ gepasst hat.

Beethoven original ist also mal ne Zeit irgendwo, wo es ihm ganz gut zu gehen scheint, anders als seinem Klon, der als „Beethoven“ am 26, März 1827 verstirbt.  Original Beethoven bekommt von wem auch immer alles, was er braucht. Er wird schnell ganz gesund und seine Ohrenoperation ist äusserst erfolgreich. Er kann wieder hören ! Aber irgend etwas ist schief gegangen: Beethoven bleibt einfach stehen. Altermässig. Er altert nicht mehr. Er bleibt moment: (2015-245+1826)*-1=56 Jahre alt. Und das ist, wenn es nicht viel anders ist, als 55 zu sein, ein tolles Alter.

Eric Clapton at the Tsunami Relief concert in Cardiff's Millennium Stadium
Eric Clapton während des Tsunami Relief Konzertes im Cardiff Millennium Stadium 22.01.2005 Foto von Yummifruitbat (CCC Lizenz)

Heute darf ein für mich ganz großer Musiker seinen siebzigsten Geburtstag feiern. Eric (Patrick) Clapton, als einziger Musiker dreifaches Mitglied der „Rock and Roll Hall of Fame, und bald auch Mitglied der „Blues Hall of Fame“, zwanzigfacher Grammygewinner und, und, und… ist ein Musiker, der mich durch die Jahrzehnte begleitet hat und dessen Musik nicht nur die „Alten“ begeistert, sondern bis in die heutigen Tage nichts an musikalischer Aktualität eingebüsst hat. Mr Slowhand vermochte und vermag es wie kaum ein Anderer, echte Gefühle in Musik zu verpacken. Er wurde auch „Bändiger des Schmerzes“ genannt.

Eric Clapton wird in ein paar Tagen wieder auf der Bühne stehen. Auf der Bühne der Royal Albert Hall. Und das sieben Abende hintereinander. Vor einundfünzig Jahren stand er dort das erste Mal; mit den „Yardbirds“, einer Gruppe, die den Blues über den großen Teich aus Amerika nach England geholt hatten.