JaLicht und Schatten in Hong Kong, ich weiß, das Sprichwort heisst anders. Es beginnt mit dem Licht, dem Positiven und endet mit der Erkenntnis, dass es dort, wo es das Helle, das Gute gibt, auch den Schatten, das Negative gibt.
„Wo Licht ist, ist auch Schatten“: Diese Erkenntnis, so logisch und einfach sie sein mag, verkörpert für mich eine positive Einstellung. Wir haben etwas Gutes, etwas Schönes, etwas, was uns hilft, was uns freut, und es ist klar, dass es da auch negative Aspekte gibt. Wir sind uns derer bewußt, wir gehen nicht blind durch die Gegend, aber wir freuen uns zuerst mal an den positiven Dingen, dem Licht.
Dies prägt, meistens wenigstens, meine Einstellung zum Leben. Und dazu gehört auch die Einstellung zu Vorkommnissen, zu Errungenschaften.

Kaum sind die Bundestagswahlen mit ihrem, für mich zwar befürchteten, aber nicht erhofftem Ergebnis zu Ende, schon zeigt die AfD mit Aussagen von Herrn Gauland, wie es in einem demokratisch gewählten Bundestag mit der AfD dann zugehen soll

„Da wir ja nun offensichtlich drittstärkste Partei sind, kann sich diese Bundesregierung (…) warm anziehen. Wir werden sie jagen, wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen – und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen.“ Alexander Gauland

Auch in Facebook wurde einmal mehr geschrieben, wie Demokratie für die AfD auszusehen hat.
Der Facebook Eintrag der AfD Salzgitter vom Sonntag, den 24. September 2017 ist zwar gelöscht worden, aber meiner Meinung sollte dieser Post nicht in der Versenkung verschwinden, weil er (wieder einmal) «das wahre Gesicht» dieser – leider demokratisch in den Bundestag gewählten – Partei zeigt.
Ich hoffe, dass wir uns alle der Gefahr bewusst sind, die unserer Demokratie droht, wenn wir nicht weiterhin wachsam sind.

Nachfolgend der Eintrag als wörtliches Zitat, von dem ich mich natürlich in aller Form distanziere

Da isser nun im Amt, Amerikas „Mr President“. Und was macht er? Er erdreistet sich, genau das zu tun, was er im Wahlkampf angekündigt hat.
Wenn man es mal objektiv betrachtet, kommt er seinen Wahlversprechen besser nach, als jeder Präsident der Vereinigten Staaten vorher.
Und so schnell. Es geht Schlag auf Schlag.
Und es passiert genau das, was er und sein „Inner Circle“ vor haben:

Der Bogen wird überspannt, die Allgemeinheit regt sich über die Massnahmen auf, geht auf die Strasse, protestiert. Die Medien stürzen sich auf die überzogenen Massnahmen, manche Bürger lassen sich dazu hinreissen, über die demokratischen Stränge zu schlagen und ebnen damit unbewusst den Weg, den dieser Präsident mit seinen Lakaien gehen will.
Die Medien, die Allgemeinheit sind zum Beispiel momentan beschäftigt, sich über das Einreiseverbot aufzuregen, das sogar „Green Card“ Besitzer aus den Staaten betrifft. Dieses Einreiseverbot ist jetzt auf jeden Fall mal das Thema für zumindest ein paar Tage. Dann wird Trump und sein Stab mit irgendeinem anderen Thema nachlegen. Das sind die Themen für die Allgemeinheit. Im Prinzip das grosse Stück Fleisch, das den Löwen ablenken soll, um nebenher ein Gitter um ihn herum zu bauen.
Alle stürzen sich auf das grosse Stück Fleisch und konzentrieren sich darauf, und nebenbei höhlt Trump das „Check and Balance“ System aus. Genau das System, auf das nach seiner Wahl die Amerikaner vertraut haben, die keine Hillary Clinton haben wollten und einen Trump wählten. Darunter auch viele Republikaner, die gegen Trump waren und sind und glaubten, sie können den Präsidenten in einem demokratischen Staat durch die Genehmigungsverfahren im Griff halten.
Es sieht so aus, als ob Trump sukzessive das „Check and Balance“ aushebelt, in dem er die für ihn richtigen Leute da einsetzt, wo er andere feuert oder zum Rücktritt zwingt.

Es scheint, dass – endlich – die Gefühle wieder die Oberhand in unserem Leben gewinnen. Wir hören wieder zu, wenn Menschen über ihre Gefühle sprechen. Und dies nicht nur im therapeutischen Gesprächskreis, nein, endlich ziehen die Gefühle sogar in den harten Businessalltag ein.
Manche Zeitgenossen sind sogar überschwänglich gefühlsbetont und erzählen einem ununterbrochen über ihre Gefühle.
Auch im redaktionellen Teil der Medien sind Gefühle im Kommen.
Wir werden wieder Mensch („ich bin keine Maschine“, ja ich weiss, Tim Bendzko, musst du ja auch nicht sein)

Es beginnt schon morgens beim Wetterbericht. Es hat minus 5 Grad, aber das interessiert mich nicht. Mich interessiert, dass Herr Wetterfrosch es als „minus 10 Grad“ fühlt. Er begründet, dass es am kalten Wind liegt. Aha. Wenn ich jetzt in Unterhose und Socken raus gehe, fühle ich bestimmt minus 20 Grad.

deutschlandfahnenWelch Name für einen Feiertag… „Tag der Deutschen Einheit“….
Welche Einheit, fragte ich mich gestern…
Wo sind wir in Deutschland uns noch einig? Wo haben wir eine Einheit? Ein Feiertag, der dazu da ist, sich zu besinnen, was dazu geführt hat, eine Einheit eines Landes zu feiern.
Deutschland wurde nach dem unseligen Krieg, angezettelt durch das Nazi Regime im Deutschen Reich, von den Siegermächten in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Niemand in Deutschland wurde damals gefragt, wo er denn gerne leben möchte. Die Siegermächte nannten sich „Die Alliierten“, es waren Frankreich, Grossbritannien, die USA und als vierte Besatzungsmacht Russland. Leider waren die Ideologien der „West-Alliierten“ anders als die Ideologie Russlands. Machtkämpfe mündeten im Kalten Krieg, der nur nach aussen kalt war, zu manchen Zeiten jedoch sehr kritisch. Wir sind, wenn man Experten glaubt, damals knapp an einem Atomkrieg vorbei geschrammt. In dessen Zentrum wäre das (geteilte) Deutschland gewesen. Über Jahrzehnte gab es Versuche, die Spannung, die sich auch zwischen den beiden deutschen Staaten aufgebaut hatte (nicht ohne das Zutun der „grossen Brüder“ USA und UdSSR), abzubauen. Es gelang mal mehr, mal weniger.

deutschlandfahnenEin unsäglicher Krieg, massenhafte Ermordung von Menschen, Hassparolen und unendliches Leid, ausgehend von einem Land, welches Deutschland hiess, hat den Bewohnern dieses Landes für einige Jahrzehnte den Stolz auf dieses Land genommen. Den meisten wenigstens. Manchen nicht. Aber dieses Deutschland hat sich nach diesem unsäglichen Krieg, nach der Diktatur der Vernichtung gewandelt. Es entstand ein Grundgesetz, auf dem Demokratie gebaut wurde ( und hoffentlich noch wird), in dem die Menschenwürde und die Religionsfreiheit verbrieft wurden.

TodFünfzehn Jahre nach dem Ende des unsäglichen Krieges, der in der Geschichte „Der Zweite Weltkrieg“ genannt wurde, und doch so anders war als alle Kriege davor, weil es eben nicht „nur“ ein Krieg war, wurde irgendwo im südlichen Deutschland, genauer gesagt, auf der schwäbischen Alb, ein Kind geboren. Es war ein Sonntag ziemlich am Ende des Oktobers, und wenn es nicht Sonntag gewesen wäre, sondern Freitag, dann wäre Weltspartag gewesen. Das nur so nebenbei.
Der Junge war das Kind von Eltern, die den zweiten Weltkrieg als Kinder und Jugendliche erlebt haben. Die Mutter war bei Kriegsende knapp fünfzehn Jahre alt, der Vater siebzehn.
Jungmädelbund und Hitler Jugend waren Bestandteil der damaligen Jugend im „Dritten Reich“. Der Vater des Kindes war als Flakhelfer am Westwall und hat Dinge gesehen, von denen er nie im Detail erzählt hat, auch später nicht.

Als ich gerade meinen Rechner startete, und bei Google vorbei sah, wurde mir unübersehbar mitgeteilt, dass Ludwig van Beethoven 245 Jahre alt geworden ist. Ist er natürlich nicht, es ist nur sein 245. Gerburtstag. Trotzdem tat ich innerlich einen Hüpfer, denn mir fiel spontan was ein. Da der Hüpfer beim anschauen der Google Startseite kam, hatte ich also heute Abend quasi einen „Guglhupf“. Ach, da fällt mir ein, ich muss noch was essen (und trinken – wegen „Einstein“, dass der nicht wieder kommt). Also bis gleich.

Hier jetzt die Ursache des Guglhupfs: Nehmen wir mal an, unser Ludwig van B. wäre wirklich noch am Leben, durch irgendeine kosmische Konstellation oder so was ähnlichem wurde er nämlich  irgendwann im Oktober oder November 1826 aus Gneixendorf „weggebeamt“, wahrscheinlich geklont, und sein Klon wurde in Gneixendorf zurückgelassen, weil eben beim Klonen nicht der ganze Beethoven (mit allen Talenten und so) ins „Backup“ gepasst hat.

Beethoven original ist also mal ne Zeit irgendwo, wo es ihm ganz gut zu gehen scheint, anders als seinem Klon, der als „Beethoven“ am 26, März 1827 verstirbt.  Original Beethoven bekommt von wem auch immer alles, was er braucht. Er wird schnell ganz gesund und seine Ohrenoperation ist äusserst erfolgreich. Er kann wieder hören ! Aber irgend etwas ist schief gegangen: Beethoven bleibt einfach stehen. Altermässig. Er altert nicht mehr. Er bleibt moment: (2015-245+1826)*-1=56 Jahre alt. Und das ist, wenn es nicht viel anders ist, als 55 zu sein, ein tolles Alter.

VW Käfer
VW Käfer Foto: © J.Wagner

Die Vorgänge im Volkswagen Konzern haben den Ausschlag gegeben zu diesem Artikel. Wobei die Gedanken jetzt nicht ausschliesslich auf den aktuellen Anlass beschränkt sind.
Herr Winterkorn zieht die Konsequenz aus dem Skandal, übernimmt die volle Verantwortung, ohne dass er etwas von den Manipulationen gewusst hat – und tritt zurück.
Ich frage mich, ob ich volle Verantwortung für Vorgänge übernehmen kann, von denen ich keine Kenntnis hatte. Und ob dann ein Rücktritt wirklich „Verantwortung übernehmen“ heisst…

Man kann ja zum Pfand für PET Flaschen stehen, wie man will, aber es ist einfach so, dass es Geld gibt, wenn man die Flaschen bei den Sammelstellen ab gibt. Nun gibt es jedoch Situationen, in denen der aus PET Flaschen Flüssigkeit konsumierende Kunde keine Chance hat, die Flaschen ordnungsgemäss zurück zu geben. Meist passiert dies, wenn man unterwegs ist, und es einfach leid ist, die Flaschen noch ewig lange im Rucksack oder sonstwo mit sich rum zu tragen. Also werden die Flaschen – hoffentlich – im Mülleimer entsorgt. Im öffentlichen Mülleimer. Ganz klar wird damit auf das Pfand verzichtet, es verschwindet das Geld quasi im Müllbehälter.
Menschen, denen ein paar Cent mehr oder weniger nicht egal sein können, haben sich in den letzten Jahren diese Flaschen aus dem Müll geholt und sie dem Recycling Kreislauf wieder zugeführt und sich das Pfandgeld geholt. Dies hat niemandem weh getan, im Gegenteil, es hat denen geholfen, die auf jeden Cent angewiesen sind.

Bundestagspräsident Lammert hat gegenüber dem Magazin „Spiegel“ die Aggressivität in Onlineforen angesprochen. Er ist besorgt über die „Art der Auseinandersetzung, die in Aggressivität, Wortwahl und Tonlage die Grenzen überschreitet“.
Dies sei vor allem der Anonymität geschuldet, die bei Internetforen gegeben ist.
Auch die Wirkung der Massenmedien auf das Bewusstsein ändert sich laut Lammert, dass sich die Nutzer von Onlinemedien die Informationen selbst zusammenstellten, bewusst nach etwas suchten und nicht, wie bei den klassischen Medien die Informationen aufnehmen, die andere wichtig fänden.

Beide Thesen sind sehr interessant und haben mich zum Nachdenken gebracht.
Bin ich im Netz anders als im Umfeld, in welchem man mich kennt?
Informiere ich mich wirklich einseitig, wenn ich nur noch „Internet“ und keine Zeitung mehr lese?

Teamarbeit wird heute gross geschrieben, Teamfähigkeit zu einer unabdingbaren Eigenschaft im schulischen und beruflichen Leben ausgerufen. In der […]

Auf einmal war er da: Ein Konzertflügel stand vor Miami auf einer Sandbank. Auch wenn ein Flügel Fügel heisst, kann er noch lange nicht fliegen.  Zumindest nicht aus eigener Kraft. Also muss ihn jemand dort hin geschleppt haben. Wer, das musste am Anfang niemand.

Die Presse stürzte sich auf das Phänomen und auf einmal hiess es, das Rätsel sei gelöst.
Das Künstlerpaar Billy und Anais Yeager, hat gegenüber der „Miami New Times“ gestanden, dass sie hinter der Aktion stecken. Sie wollten angeblich damit gegen die „Eitelkeit“ der Stadt Miami protestieren. Zuerst wollten sie sich nicht offenbaren, aber auf Grund des grossen Medieninteresses hätten sie es trotzdem getan.

Der Flügel soll jetzt auf der Sandbank bleiben, da er niemanden stört. Irgendwann wird er dann durch Wind, Wetter und Wasser sich aufgelöst haben.

Heute wird alles bewertet, für alles gibt es Kennzahlen, neudeutsch auch „KPI“ (Key Performance Indicators) genannt. Nicht nur Maschinen, sondern längst auch Menschen werden auf ihre „Effizienz“ hin bewertet.
Diese Kalkulation macht bei vielen Firmen auch bei dem Wort „Wertschätzung“ nicht halt. Sowohl die Arbeitgeberseite als auch die Arbeitnehmerseite verwechselt das Wort „Wertschätzung“ mit dem „Feststellen von Werten“ im Sinne eines „Return of Investment“, also einer Wirtschaftlichkeitsrechnung. Während Arbeitgeber die „Wertschätzung“ seit Neuestem in ihre „Firmenleitbilder“ vor allem mit ausgefeilten, PR-trächtigen Sätzen einbringen und meinen, damit sei es getan, sieht die Arbeitnehmerseite die Wertschätzung vor allem in Ausbezahlung irgendwelcher Werte im Sinne von finaziellen Zuwendungen, sei es in Gehalt, Prämien oder der Nutzung von Firmenvergünstigungen.

Sie ist wieder da, die Zeit, in welcher in den Firmen das Budget für das Folgejahr gemacht werden soll. Da wird von den „Team Leads“ und „Department Heads“ erwartet, alle Eventualitäten von 2011 in verschiedenen Projekten abzudecken. Und vor allem soll man heute schon wissen, wie teuer das Projekt wird, was man zur Lösung der Aufgabe an technischen Investmenst und Beratungskosten braucht, ohne dass man überhaupt weiss, wie die Aufgabe überhaupt zu lösen ist.
Was ist eigentlich ein Projekt? Geht es da nur um was Neues? Oder um die Lösung kleiner und grosser Probleme?