„The Way Of Life“
– es geht rauf und runter, oft in ähnlichen Bahnen und doch immer in leicht anderen Farben

Mit diesem Artikel führe ich eine neue Kategorie bei „Juckplotz“ ein: „Fotografie“
Ich fotografiere gerne und möchte nicht einen extra Blog eröffnen, sondern hier hin und wieder ein paar Bilder zeigen. Ich bin auf die Reaktionen meiner Leserschaft gespannt.

Für das vergangene Wochenende habe ich mich relativ kurzfristig zu einem Workshop „Lichtmalerei“ oder „Lightpainting“ angemeldet. Workshops helfen mir, meinen Allerwertesten zu bewegen und etwas zu unternehmen. Und man kann immer etwas lernen.
So sind wir also bepackt mit Kamera und Stativ am Samstagnachmittag ins Bildungshaus „St.Luzen“ gefahren und haben mit verschiedenen „Lichtpinseln“, also Taschenlampen, Handlampen, etc. in der Dunkelheit „gemalt“. Kamera auf das Stativ, eine lange Belichtungszeit (20, 30 Sekunden oder mehr), eine kleine Blende, Fern- oder Selbstauslöser, und schon fangen freundliche Geister an zu tanzen, Zauberblumen blühen im Klostergarten auf, oder der Geisterreiter erwartet einen am Ende der hohlen Gasse.
Unter Anleitung von Christoph Schoder haben wir einige Stunden gemalt. Zuerst ein paar Trockenübungen im Keller des Bildungshauses und dann – nach einem Abendessen – im Nieselregen.
Es hat Spaß gemacht, und ich schaue jetzt die verschiedenen Taschenlampen mit den Augen eines Malers an.

Berlin. Für mich eine Stadt, die mich bis heute in meinem Leben begleitet hat. Als ich geboren wurde, war Berlin in die vier Zonen aufgeteilt. Die Blockade Berlins war schon Geschichte. Und ich war noch nicht einmal ein Jahr alt, da wurde die Berliner Mauer gebaut. Die Lufthansa durfte nicht nach Berlin fliegen, es gab die Interzonenzüge, Zwangsumtausch, es gab Ostberlin und Westberlin.
Und es gab Erich Kästner. Sein „Emil und die Detektive“ brachten mir als Kind das ungeteilte Berlin vor dem Krieg nahe. Eine Stadt, die ganz weit weg war und doch in Deutschland. Eine Grossstadt, grösser als Stuttgart 😉
Berlin war für mich immer weit weg. Umgeben von einem Land, von dem wir in der Schule gelernt haben, dass das dortige kommunistische Regime die Menschen unterdrückt.
Mein Vater hat mal eine Zeit in Berlin gearbeitet. In West Berlin. Er brachte mir einen Berliner Bären und einen Doppelstockbus als Modell mit. Es war faszinierend. Mein Vater in Berlin. Und ich hatte einen Bären mit einer „Berlin“ Schärpe.
Irgendwann hatte ich dann „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“ gelesen. Auch eine Seite von Berlin. Habe von den Schüssen an der Mauer gelesen oder gehört. Habe mich mit der Geschichte des Nationalsozialismus beschäftigt und bin natürlich wieder in Berlin gelandet. Ohne je dort gewesen zu sein.

Nie hätte ich gedacht, dass ich mal in Sarajevo sein würde. Nichts hat mich dahin gezogen. Und jetzt bin ich da. Für ein paar Tage. Zum Arbeiten. Und nebenher lese ich so ein wenig im Internet über die Stadt und ihre Geschichte.
Sarajevo, das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau, das den Ersten Weltkrieg ausgelöst hat
Sarajevo als Olympiastadt 1984, deren Stätten langsam verfallen, weil man nichts restaurieren kann, da immer noch Minen vom Bosnienkrieg herumliegen.
Sarajevo als belagerte Stadt 1992 bis 1995. Jeden Morgen fahre ich am Friedhof von 4000 Toten dieses Krieges vorbei.
Und einen Abend hatte ich, an dem ich kurz durch die Innenstadt gegangen bin. Eine Stadt mit Vergangenheit – und hoffentlich mit einer friedlichen Zukunft.


Vor vielen Jahren, als weder in Europa noch in den USA irgendjemand an manipulierte Abgaswerte dachte, da waren für mich die amerikanischen „Straßenkreuzer“ einfach der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer. Als Jugendlicher war natürlich der Sprung über den großen Teich nicht drin, also schaute man die Filme, in denen die Autos auch manchmal Purzelbäume schlugen und in Flammen aufgingen.
Als ich dann endlich irgendwann vor ein paar Jahren in die USA kam, war von den „Muscle Cars“ nicht mehr viel zu sehen. Auch die Amerikaner hatten jetzt oft europäische oder japanische Autos. Und auch die US-amerikanische Autoindustrie war „zahm“ geworden. Und trotzdem, der Traum bleibt. Und so war ich vor einem starken Jahr in Böblingen bei den „American Cars“ und habe Fotos gemacht. Leider waren viele Menschen um die Autos, und nicht gerade die, die zum Ambiente gepasst haben. Ich will mich da gar nicht ausschliessen. Also habe ich Detailaufnahmen gemacht und versucht, meinen „American Car Dream“ in Bildern auszuleben.
Vielleicht gefällt es ja auch dem einen oder der anderen meiner Leserschaft
Viel Spaß