Abglanz – säuerlich – scheuern.
Diese drei Wörter sind von Lisa und ihrem Blog Abenteuerzeit Familienreise für Christianes Oktober-Etüden vorgegeben.
Maximal 300 Worte darf die Geschichte enthalten und die vorgegebenen Wörter müssen in die Geschichte eingearbeitet werden.
In der ersten Oktober Etüde „Die Entscheidung“ hat sich die Protagonistin vorgenommen, ihr Leben ein wenig zu ändern. Vielleicht auch ein wenig mehr. Auf jeden Fall mehr als wahrscheinlich Ihrem Umfeld lieb ist.
Die drei Wörter sollen immer noch im Text vorkommen; und so verzeiht mir bitte, dass mir nicht sehr viele Varianten für die drei Wörter einfallen, wie ich sie in den Text integrieren kann. Ich hoffe trotzdem, dass es weiterhin Spaß macht, die kleinen Episoden zu lesen.
Die einzelnen Episoden
- Die Entscheidung 07.10.2026
- Der nächste Schritt 09.10.2026
- Der Abend 11.10.2026
- Einfach ist Anders 12.10.2026
- Der Vortrag 14.10.2026
- Das Fahrrad 16.10.2026
- Die Beratung 18.10.2026
- Der Bodyscanner 20.10.2026
- Die Marmelade 21.10.2026
- Die Lieblingskundin 22.10.2026
Sie war im Glück. Der Besuch im Fahrradgeschäft war der Hammer. Obwohl viel los war, empfing sie Mareike mit einem Lächeln und bot ihr an, in einer gemütlichen kleinen Ecke Platz zu nehmen und sich einen Kaffee „rauszulassen“. Mit Interesse schaute sie Mareike bei der Arbeit zu und sah auch „Hotzi“, der immer wieder aus der Werkstatt kam, um irgendein Bauteil aus dem Verkaufsdisplay zu holen, nicht ohne es sofort an der Kasse zu scannen. „Die haben ihren Laden im Griff“, dachte sie sich und irgendwie hatte das alles eine ziemlich motivierende Aura. „Ich möchte auch irgendwas machen, vielleicht ist ein weiteres Studium doch nicht das Richtige. Ich möchte mich bewegen, mich mit Menschen aller Couleur unterhalten“. Sie wusste gar nicht, wie lange sie da in der Kaffeeecke saß, als Mareike sie bat, ob sie kurz am Bodyscanner helfen könne, da es einen Fehler gäbe und sie nicht gleichzeitig den Scanner bedienen könne und als „Figur“ im Scannerfeld stehen.
Sie stellte sich also in den Scanner und Mareike bekam einen Lachanfall. „Du musst nicht dastehen wie ein Zinnsoldat, Deine Daten werden nicht verwendet. Ich brauch Dich nur als Überbrückungsdummy. Und ob Du säuerlich oder freundlich schaust, ist auch nicht relevant“. Da musste sie auch lächeln. Nach ein paar Sekunden hatte Mareike den Fehler gefunden: Ein Sensor scheuerte beim Hochfahren an einem kleinen Kabel und damit gab es eine Fehlermeldung.
„Hotzi, wasch Dir mal die Hände, dann darfst Du mal Kundengespräche führen“, raunte Mareike kurz darauf in die Werkstatt hinein. „Ich will mich mal ein wenig mit meiner Lieblingskundin unterhalten.“
Lieblingskundin war sie schon, obwohl sie noch nichts gekauft hatte! Mareike flachste, als Hotzi dann endlich in den Verkaufsraum kam: „Als Mechaniker ist er Spitze, als Verkäufer maximal ein trüber Abglanz von mir.“ Dabei puffte sie Hotzi freundschaftlich in die Seite.
