Christiane / Irgendwas ist immer hat die Schreibeinladung zu den ABC-Etüden Juni 2026 aktiviert.
Die Wörter, die es im Text zu verwenden gilt sind:
Wetterumschwung
abwechslungsreich
versickern.
Aus diesen drei Worten soll ein eigener Text mit bis zu 300 Wörtern kreiert werden. Natürlich ohne Zuhilfenahme von KI Tools.
„Heute soll er ja endlich kommen, der viel versprochene Wetterumschwung. Diese Hitze ist ja kaum zum Aushalten.“
Theo schaut, aufgestützt auf seinen Spaten, mit dem er heute Vormittag schon den halben Schrebergarten umgegraben hatte, Richtung Himmel, an dem sich zwei oder drei „Wattebäuschenwolken“ zeigten.
„Der Sommer war ja bis heute nicht sehr abwechslungsreich“, meint Rosi, die eigentlich Rosemarie heißt und von manchen in der Kolonie auch „Rostmarie“ genannt wird.
Zum Einen wegen ihren rostroten Haaren, denen die Friseurin ihres Vertrauens in regelmäßigen Abständen zu neuem Glanz verhalf. Zum anderen aber auch wegen ihren ein wenig altbackenen Ansichten und Aussagen. Aber sie hatte sich daran gewöhnt und mit den Nachbarn kam man ja trotzdem relativ gut aus.
Rosi und Theo sind auch der Meinung, dass ein heißer Sommer noch lange kein Hinweis auf eine Klimaveränderung war. Sowas gab es schon immer: Winter mit viel oder wenig Schnee, verregnete Sommer oder solche mit Hitze.
Was den Beiden viel mehr Sorgen macht: Ihr Grundwasserbrunnen liefert seit drei Tagen kein Wasser mehr.
Dies war in den vierzig Jahren, seit sie die Parzelle von Opa Heinrich übernommen hatten, noch nie passiert.
Und fließendes Wasser hatten sie hier noch nie gebraucht. Aber den Nachbarn geht es auch nicht besser.
Mit Kanistern schaffen alle das Wasser in ihre Gärten, was bei den schon relativ betagten Pächtern und den heißen Temperaturen nicht gerade leicht ist.
Erst gestern hatte es den „Auberginen-Anton“ umgehauen. Zum Glück war Doktor Grünspan, wie der pensionierte Arzt von der Nachbarparzelle genannt wird, präsent und hat Erstversorgung gemacht und den Notart gerufen.
War ja auch eine blöde Idee von Anton, sich ausgerechnet Auberginen als Thema für den jährlichen Schrebergarten-Wettbewerb auszusuchen.
Da sieht man das Wasser ja schon beim Aussprechen des Wortes „Aubergine“ versickern.
Der Wettbewerb macht eigentlich bei den dürren Gärten auch keinen Sinn mehr.
