Story of a Saddldasch

Eigentlich handelt die Geschichte nicht von einer, sondern von zwei Satteltaschen. Und zweigentlich ist es genau genommen nicht die Geschichte von zwei Satteltaschen, sondern von Gepäcktaschen. Aber bei uns Schwaben sind das halt Saddldascha, auch wenn sie auf dem Gepäckträger befestigt werden.

Sei’s drum; meine altehrwürdigen Sattelgepäcktaschen durften auf ihre alten Tage nochmals eine Tour machen. Es wird ihre letzte gewesen sein, da sich im Laufe dieser Tour die spröden Kunststoffschnallen verabschiedet haben und auch die Regendichtigkeit schwer zu wünschen übrig gelassen hat.

Aber wenn ich mir das überlege, dann sind die Taschen älter als unser ältester Sohn und sie haben mein Fahrradleben lange begleitet und sind an mindestens drei Fahrrädern durch die Gegend gefahren.

Während der Urlaubsfahrradtour 2023 von Donauwörth auf der Via Claudia Augusta nach Verona durften sie also ihre Abschiedsfahrt machen.

Wer über die Tour mehr erfahren möchte: Bei Awapi.info sind die Reiseberichte zu lesen.

Deshalb hier zurück zu den altehrwürdigen Satteltaschen, gekauft in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts bei einem Fahrrad und Fahrradzubehör-Versand (ja das gab es damals schon), weil die örtlichen Fahrradhändler keine adäquaten Teile hatten.

Vierzig Jahre haben die Taschen mich begleitet auf längeren und kurzen Fahrten. Sie haben alles Mögliche transportiert, Kleidung, Kartoffeln, Luftmatratze, Werkzeug etc.
Jetzt sind sie ersetzt worden. Als ich die oben gezeigten Taschen erstanden hatte, kamen die Ortlieb-Taschen gerade auf den Markt. Ich konnte sie mir damals nicht leisten. Jetzt habe ich welche. Und die müssen rechnerisch nicht mehr so lange halten (42 Jahre schaff’ ich nicht mehr).