Die Schreibeinladung zu den ABC-Etüden März 2026 kommt von Christiane / Irgendwas ist immer:
Die Wortspende des Monats lautet: Sommerzeit, struppig, sticheln.
Aus diesen drei Worten soll ein eigener Text mit bis zu 300 Wörtern kreiert werden. Natürlich ohne Zuhilfenahme von KI Tools.
Bald ist wieder Sommerzeit und die »Hop On, Hop Off« Stadtrundfahrten starten allernorts, zumindest in den großen Städten. Meist sind es Doppelstockbusse, die schon Jahre auf dem Buckel haben und das obere Deck quasi als »Cabrio« ausgestattet ist, sodass man bei schönem Wetter entweder sich die Glatze verbrennt oder nach einer Stadtrundfahrt wie ein struppiger Rauhaardackel aussteigt, weil die Frisur »vom Winde verweht« ist.
Solche Stadtrundfahrten bei mir nicht im Programm. Entweder erkunde ich auf Schusters Rappen die Stadt und entdecke Dinge, die man eben bei einer Stadtrundfahrt nicht entdeckt, oder ich suche nach Linienbussen, die an den »notwendigen« Sehenswürdigkeiten halten. Und wenn ich dann eine Tages- oder gar Mehrtageskarte habe, dann kann ich auch »Hop on, Hop Off« machen, wie es mir gefällt.
Schon als Jugendlicher habe ich in Zürich eine Tageskarte für die Tram genutzt und bin einfach kreuz und quer gefahren. Ich wusste, dass ich am Hauptbahnhof immer in die Tram Nummer 3 umsteigen musste, um wieder »daheim« anzukommen.
Mit diesen Touren habe ich immer eine Freiheit verbunden. Aussteigen und Einsteigen, wo Du magst, zwischendurch durch die Stadt gehen und in irgendeinen anderen Bus oder eine andere Tram einsteigen.
Das führte mich in Brighton mal zu einem unfreiwilligen längeren Spaziergang, als ich versehentlich den letzten Bus in einen Außenbezirk genommen hatte und dann einige Kilometer wieder in die »Zivilisation« zurückgehen musste.
Hin und wieder höre ich mich dann auch sticheln über die »Fischdosen«, die die Touristen durch die Städte karren. Aber ehrlich, wenn man das unten stehende Bild anschaut, sieht es doch so aus, als ob es eine geöffnete Thunfischdose wäre.
Nur weil es nicht meine Art der Stadtbesichtigung ist, heißt es aber noch lange nicht, dass ich es nicht akzeptieren würde. Und die bunten Busse sind ja gerade im Sommer auch schöne Farbtupfer in den Städten.

