Archivbild der Woche 11 – Telefonieren

Am 14. März 2015 fand in Stuttgart »Die lange Nacht der Museen« statt. Und ich war fasziniert von der Fernmeldetechnik, die in einem der Museen gezeigt wurde.

Wenn man bedenkt, dass handvermittelte Gespräche in die USA in Deutschland bis in die frühen 1970er Jahre üblich waren, bevor die automatisierte Selbstwähltechnik (ISD) flächendeckend eingeführt wurde.

Das Bild zeigt eine Reihe sogenannter Strowger-Vermittlungsanlagen, auch Heb-Drehwähler genannt, die im gesamten 20. Jahrhundert einen Eckpfeiler der automatisierten Telefonvermittlung bildeten.

Almon B. Strowger, ein Bestattungsunternehmer, lies diese Technik 1889 patentieren. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Befürchtung, dass bei der manuellen Verbindungsherstellung seine Konkurrenten in die Gespräche eingebunden würden.

Beim Wählen einer Ziffer auf der Wählscheibe sendete das Telefon eine entsprechende Anzahl von Stromstößen an die Vermittlungsstelle. Diese Impulse steuerten durch Anheben und Drehen die Kontakte und stellten eine physische Verbindung für den Anruf her.