Der Tag begann mit Sonne, aber es sollte uns einiges an Regen begleiten. Das Schöne am Norden ist aber, dass es schnell wechselt, das Wetter, mal so rum , mal anders rum. Die Strecke heute war nicht der Rede wert, wenn man die Kilometer als Maßstab nimmt. Nicht einmal dreißig waren es.
Als es so richtig anfing mit regnen, hatten wir einen schönen Aufenthalt bei der Arbeitsgemeinschaft Geesthacher Eisenbahn e.V. . Mit einem freundlichen “ Kommt rein, hier ist trocken“, konnten wir die Wagen und Lokomotiven betrachten, die die rührige Arbeitsgemeinschaft restauriert und pflegt. Und ich durfte auch erfahren, wie teuer das alles ist und dass es neben dem Engagement der Menschen eben auch Geld braucht. Kohle ist teurer als Heizöl und die Teile zur Restaurierung bekommen sie auch nicht kostenlos.






Und auch bei diesem Verein muss engagiertes Ehrenamt mit Beruf und Familie in Einklang gebracht werden. Die Partnerinnen sehen es nicht immer gerne, wenn der Mann mehr bei „Karoline“ oder „Dornröschen“ ist als bei seiner Familie.
Die Zeit verging, der Regen ging und kam wieder, aber irgendwann mussten wir weiter, ob Regen oder nicht. Wir hatten ja alles dabei, um nicht total durchnässt zu werden.

Über wunderschöne Waldwege, die leider durch den Regen auch ziemlich schlammig und dreckig waren, sind wir den Elbe-Höhenweg dann bis zur „Zündholzfabrik“ in Lauenburg geradelt. Es war früher Nachmittag, die Fahrräder kamen in den Fahrradkeller, die Akkus in die abschließbare Ladebox und wir machten uns bereit für einen Bummel durch Lauenburg.
Die Zündholzindustrie prägte Lauenburg ab 1860. Die GEG (GroßEinkaufsGesellschaft Deutscher Konsumvereine) übernahm die Fabrik 1912. 1930 brannte die Fabrik ab und wurde wieder aufgebaut. als 1977 die Zündholzproduktion endete, wurde das Gebäude als Bildungszentrum genutzt und ist heute eine modern ausgestattete Jugendherberge.

Hier ein paar Bildimpressionen von Lauenburg:







Und der berühmte Elbrufer darf natürlich nicht fehlen.
Empfehlenswert, wer Fisch mag: Restaurant Schifferbörse direkt am Elbufer

Morgen geht es weiter.