Die Elbe hinauf – Teil 9

„Vor Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“

Sprichwort (das sich in Bezug auf Gewitter als falsch herausgestellt hat)

Auch wenn das obige Sprichwort in Bezug auf Gewitter völlig falsch ist, da man nie unter einem Baum bei Gewitter Schutz suchen soll, hat es sich auf unserer Fahrt in Bezug auf die Eichenprozessionsspinner bewahrheitet. So ganz ohne Pusteln sind wir bis jetzt auch nicht weggekommen, zum Glück sind die Bläschen nur nervig und haben bis jetzt wenig Einfluß auf unser Wohlbefinden.

Wir sind heute an einem Team vorbeigekommen, die mittels Hebebühne sich zu den Raupen hieven und sie vernichten. „Wir haben noch nicht aufgegeben „, haben sie uns gesagt. Vielen Dank für Euren Einsatz.

Heute war kurz nach der Abfahrt in Wittenberg nochmals Regen angesagt. Gerade so viel, dass die Regenklamotten und die Persennings für Lenker- und Fototasche ausgepackt werden mussten, wenn auch nur für 20 Minuten. Danach war zuerst Dampfwetter angesagt und dann wurde es über 30 Grad warm.

Der Weg führte uns an einem freundlichen Elb-Bubu vorbei, der scheinbar seinen Speer an die Marketing-Abteilung vermietet hat.

Die Bockwindmühle in Elster wurde 1945 letztmalig zum Schroten genutzt und 1995 restauriert.

Von Wittenberg waren wir den größten Teil unserer Fahrt im Mündungsgebiet der Schwarzen Elster unterwegs. Die Elster entspringt im Lausitzer Bergland und mündet in der Nähe des Ortes Elster (Elbe) in die Elbe.

Natürlich durfte auch heute eine Elbüberquerung mit der Fähre nicht fehlen. Und heute ist die Fähre gefahren, zumindest die Fähre Pretzsch

Vorher noch ein Halt bei der Eismanufaktur Mauken. Leider öffnet sie erst um 12 Uhr, und so gab es ein sehr gutes Eis aus der bereitgestellten Truhe. Toll ist auch, dass wir immer wieder Bike-Ladestationen auf dem Weg finden. Wir haben sie für unsere „Schwindel-Fahrräder“ (auch ein Begriff, den ich lernen durfte und der irgendwie schöner klingt als e-bike oder Pedelec) noch nicht gebraucht, aber wer weiß.

Nach Eiscreme und Fähre kurz ein Abstecher zum Schloss Pretzsch. Das Schloss wurde zwischen 1571 und 1574 erbaut. Seit 1947 befindet sich dort ein Kinderheim.

Bei Dommitzsch steht der aus einer alten Eiche errichtete „Baum der fantastischen Ziele“. Auf 30 Schildern zeigt er die Entfernungen zu den großen Metropolen der Welt oder zu Punkten wie Nordkap oder Äquator. Fernweh auf der einen Seite und das Gefühl, dass wir alle eins sind auf der Welt. Seid gegrüßt, ihr Menschen an den fantastischen Zielen und natürlich auch anderswo.

Kurz vor Torgau noch eine beeindruckende Eisenbahnbrücke. Leider ließ sich kein Zug dazu bewegen, darüberzufahren.

Der Marktplatz von Torgau. Diese Stadt ist eng mit Luther, Katharina von Bora und der Reformation verbunden. Bei einer abendlichen Stadtführung konnten wir einiges Interessantes erfahren.

Morgen gibt es noch eine kurze Fahrt durch Torgau, bevor wir bei voraussichtlich 33 Grad Lufttemperatur unseren Weg nach Meißen „antreten“ werden.

Die Tour gibt es auch wieder auf Komoot

Zum Teil 8 „Die Elbe hinauf“