Die Elbe hinauf – Teil 18

Ich glaube, heute war hier ein Hitzehoch. Warm war es die letzten Tage auch, aber heute hatte ich das Gefühl, dass die Hitze voll zugeschlagen hat. Dazu kam noch, dass wir leider sehr viel auf Autostrassen unterwegs waren, wo die Hitze auch noch von unten zuschlägt. Wie angenehm, wenn es dann wieder eine Zeit durch die Wälder geht. Da spürt man die Kraft der Bäume, Sauerstoff und Kühle zu spenden.

Später als sonst verlassen wir unseren Übernachtungsort Šporkův Mlýn, da Frühstück nur von 9 Uhr bis 9:30 Uhr serviert wird. Und ohne Frühstück geht gar nichts. Vor allem in dieser ländlichen Gegend am Sonntagmorgen ist es schwierig, eine Bäckerei oder Ähnliches zu finden. Also kommt zu den zusätzlichen 10 Kilometern (siehe Bericht gestern) noch der späte Start dazu. Es ist schon relativ warm, als ich noch die Stahlbrücke hinter der Mühle fotografiere, die über die Elbe führt.

In Kuks ein schneller Blick auf das Hospital Kuks, einen barocken Gebäudekomplex. Das Spital der Barmherzigen Brüder begründete Graf Sporck 1708, fertiggestellt wurde es 1715.

Architektur ist schön und gut, Natur sowieso, aber Eisenbahn ist für mich immer ein Höhepunkt auf einer Tour. Trotz der großen Hitze haben wir kurz nach 10 Uhr das Eisenbahnmuseum in Jaroměř erreicht. Das war ja eigentlich für gestern Nachmittag auf dem Plan, aber Pläne können ja angepasst werden. Außer uns waren nur zwei sehr freundliche junge Leute im Museum, und diese saßen an der Kasse. Leider waren alle Tore des Lokschuppens geschlossen, so dass ich die ansehnliche Sammlung nur im Dämmerlicht betrachten und ablichten konnte.

Aber auch im Außenbereich fanden sich, zumindest für mich, sehr interessante Exponate in unterschiedlichen Zuständen. Als Beispiel nachfolgend zwei Bilder der Dampflokomotive 556 0304 , einmal optisch aufbereitet auf der Besucherseite und daneben die dem Besucher angewandte Seite. So kann man sich auch zu helfen wissen, wenn die Zeit knapp wird.

Weiter ging es über Josefov, wo die Kirche Christi Himmelfahrt steht. Das Gebäude wurde im strengen Empirestil errichtet und prägt bis heute das historische Bild der ehemaligen kaiserlichen Militärfestung.

Zum Glück haben in Tschechien in größeren Städten die Supermärkte geöffnet, denn der Flüssigkeitsvorrat ging heute sehr schnell zu Ende. Ausserdem hat meine Gangschaltung gezickt und nach einer groben Reinigung und Einölen ging sie dann wieder. Leider war das Öl danach leer und ich gehe davon aus, dass es nicht die letzte Ölung auf der Tour war. Aber Obi hatte auch offen !

In Hradec Králové habe ich ein paar Eindrücke der Stadt an der Elbe eingefangen. Drei davon, unter anderem das schnuckelige Dampfboot, zeige ich hier

Heute war es eigentlich zu heiß zum Fotografieren. Sichere Schüsse aus dem Schatten gingen noch, aber wenn man in der Sonne stand, war die Kamera schnell total heiß und ich schweissnass, was auch die Kamera zu spüren bekam. Zuhause wird wohl eine sorgsame Reinigung des Equipments genauso angebracht sein wie eine Fahrradpflege.

Am späten Nachmittag in Pardubice angekommen. Hab ich schon erwähnt, dass es heiß war? Deshalb nur kurz ein Bild vom Schloss, das 2010 zum nationalen Kulturdenkmal Tschechiens erklärt wurde.

Diesem Freund hier war es heute auch nicht nach Rad schlagen. Besser im Schatten des Schlosses den Typen mustern, der da mit dem Rad unterwegs ist.

Die Tour von heute auch auf Komoot (Meine 100. Tour)

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