Die Elbe hinauf – Teil 19

Langsam neigt sich die Tour ihrem Ende zu. Heute bis Nymburk und morgen dann nach Prag. Die Qualität des Elbe Radweges, hier in Tschechien Radweg 2 genannt, hat im oberen Teil der Elbe stark abgenommen und hat gestern und heute den bisherigen Tiefpunkt erreicht. Lange Strecken führten auf der Straße entlang, und die tschechischen Mobilisten nehmen zum allergrößten Teil wenig Rücksicht auf Fahrradfahrende.

Führte der Weg nicht auf der Straße, so landete man sehr oft auf einem Trampelpfade, der gerade mal so breit war wie ein Fahrrad. Mit einem normalen Fahrrad wäre es eine Tortur gewesen. Und wenn wir nach einiger Zeit wieder auf die Straße geführt wurden, waren wir vier Kilometer gefahren und kamen zwei Kilometer nach unserem Abzweig wieder auf die Straße.

Aber heute war es weniger heiß als gestern und nachmittags sogar bewölkt. Und so haben wir die 85 Kilometer heute auch gemeistert.

Wie meistens in den letzten Tagen haben wir die „Stadtrundfahrt“ nicht mehr abends bei der Ankunft gemacht, sondern ausgeruht am nächsten Morgen. So auch in Pardubice.

Die automatisierte Mühle der Brüder Winternitz wurde in den Jahren 1909–1911 errichtet, zeitgleich mit dem Abschluss der Regulierung des Flusses Chrudimka, der Inbetriebnahme des nahegelegenen Wasserkraftwerks und dem Bau der Eisenbrücke über den Fluss. Das Gebäude wurde vom Architekten Josef Gočár entworfen, in den 1920er Jahren errichtet und Anfang der 1960er Jahre weiter umgebaut. Die Produktion wurde 2013 eingestellt, und das Gebäude wurde 2014 zum nationalen Kulturerbe erklärt. Die Winternitz-Mühlen werden zu einem Zentrum für Kunst und Kultur umgestaltet.

Das Schloss in Pardubice wurde zur Jahrhundertwende 15. zum 16. Jahrhundert errichtet.

Auf der Fahrt sah ich das erste Mal in meinem Leben ein Feld mit weißen Mohnblumen. Oder sind sie rosa?

Kurzer Stopp beim Nationalgestüt Kladruby nad Labem. Der Ort ist durch das Altkladruber Pferd bekannt. Also denen, die sich bei Pferden auskennen. Mir bisher nicht. Viel gesehen haben wir nicht; die weitläufigen Weiden waren großteils leer, was bei der Hitze nicht weiter verwunderlich war. Ein paar Rösser haben wir dennoch gesehen.

Hier einmal ein Bild mit Elbe und dem Elbe-Radweg zwischen Veletov und Kolin. Hier waren es wenigstens zwei ausgefahrene Streifen. In dem Fall waren wir froh, dass es trocken war. Bei oder nach einem Regen wäre die Strecke zur Schlammschlacht geworden. Jetzt war es eine weitere, bestandene, Belastungsprobe für unsere Ortlieb-Taschen.

In Kolin haben wir eine kurze Rast eingelegt und dann natürlich auch Bilder gemacht. Das historische Stadtzentrum wurde 1989 zum städtischen Denkmalreservat erklärt.

Kurz vor dem Ziel sehen wir noch die historische Schleuse und das Wehr bei Poděbrady. Erbaut zwischen 1914 und 1923 steht der Komplex heute als nationales Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.

Auch diese Tour wieder bei Komoot

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