Die Elbe hinauf – Teil 4

Heute sind wir den vierten Tag unterwegs, meist mit Rückenwind oder zumindest seitlichem Rückenwind. Es kann aber auch anders kommen. Aber der Reihe nach.

Nachdem wir gestern gerade noch trocken in Hitzacker angekommen waren (der Regen Pressestelle just in dem Moment los, als wir uns und unsere Siebensachen in der Unterkunft hatten), sind wir heute nicht trocken geblieben.

Auf der ganzen Fahrt sehen wir immer wieder diese Kreuze, die mir sehr gut gefallen. Diese Kreuze sind initiiert von der „Gruppe beherzt“ und finden sich an vielen Haus- und Hofwänden.

Viele Störche hatten wir auf unserer Fahrt ja bereits gesehen, aber noch keine solche Ansammlung. Um die 20 Störche waren in einem Baum und auf dem Feld.

Während unsere Fahrt von Hitzacker auf der linken Elbseite begann, wechselten wir bei Dömitz auf die rechte Elbseite. Nach der Wende wurde diese Brücke gebaut.

Die alte Eisenbahnbrücke jedoch wurde nicht mehr aufgebaut. Und deshalb steht auf linkselbischem Ufer dieses imposante Fragment.

Und das Stellwerk Dömitz hat ohne Schienen auch seine Funktion verloren.

Die rechte Elbseite ist die Seite der ehemaligen „DDR“. Der Radweg führt immer auf dem Deich entlang, daneben der Weg, der damals für die Grenzpolizei der DDR als Patrouillenweg gebaut wurde. Auf dem Deich verlief der Grenzzaun.

Die wunderschöne Landschaft, die wir heute genießen dürfen, war viele Jahrzehnte hinter dem Grenzzaun und Todesstreifen.

In Lütkenwisch wird mit diesem Mahnmal an die ermordeten Grenzopfer von1961 bis 1989 erinnert.

Es war heute eine Fahrt, bei welcher die Gedanken und Gefühle wechselten wie das heutige Wetter. Denn dieses hatte heute Sonnenschein, Regen, Windböen und Gewitter in stetigem Wechsel parat, was zumindest ein Gutes hatte:

Wir machten Halt im Café Kietz und gönnen uns ein spätes Mittagessen und weil das Wetter gerade richtig schlecht war, auch gleich noch Kaffee und Kuchen.

Nach 76 Kilometern haben wir relativ spät unser Ziel Wittenberge erreicht und die Stadtbesichtigung auf morgen aufgeschoben.

Die Tour auf Komoot

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