Es ist immer Wochenende oder Feiertag, wenn etwas Wichtiges kaputt geht
Allgemeine Erkenntnis
Heute abend waren sowohl mein Fahrrad als auch ich relativ schlapp. Bei meinem Fahrrad habe ich es bemerkt, als der Hinterradständer einfach abgebrochen ist. Ohne Vorwarnung ist das Gussteil gebrochen. Und zwar gerade da, wo die Schrauben sind, um das Teil an den Rahmen zu schrauben. Reparieren nicht möglich.
Es ist ja nicht so, als wären wir nie in größeren Städten. Heute sind wir von Meißen über Dresden nach Bad Schandau gefahren. Da hätte das Ding gestern Abend brechen können, oder heute bei einem Stopp vor Dresden. Nein, es bricht in Bad Schandau am Samstagabend um 18 Uhr. Mal sehen, ob ich Montagmorgen noch so ein Teil hier bekomme, sonst muss ich wohl ohne Ständer nach Tschechien einreisen und dort mein Glück versuchen. So lange ist mein Rad eben anlehnungsbedürftig.
Am Morgen ging es noch kurz durch Meißen. Und dann Richtung Dresden.



In Radebeul einen kurzen Abstecher zum Schloss und Weingut Wackerbarth. Das Weingut liegt im Denkmalschutzgebiet Historische Weinberglandschaft Radebeul.
Und dann hatten wir großes Glück: Die Lößnitzgrundbahn dampfte heute von Radebeul nach Moritzburg und ich konnte den „Lößnitzdackel“ bei Volldampf fotografieren.




Dresden war dieses Mal nur ein kurzer Zwischenhalt. Diese Stadt, wie auch viele andere auf unserer Reise verdient es, separat in Ruhe besucht zu werden.
Heute war vieles mit dem Thema Eisenbahn verbunden. Im großen Garten Dresden wurde nicht nur das Palais abgelichtet, sondern natürlich auch die berühmte Parkeisenbahn.



Weiter die Elbe hinauf steht Schloss Pillnitz, die ehemalige Sommerresidenz der Kurfürsten und Könige von Sachsen.
Und für mich als Eisenbahnenthusiast natürlich besonders schön: Die Radstrecke führt bis Bad Schandau immer in der Nähe der Bahnstrecke entlang. Aber ich konnte ja nicht bei jedem Zug anhalten.


Zwischen Wehlen und Rathen grüßt die bekannte Bastei vom anderen Elbufer. 190 Meter fällt der Fels steil zum Elbufer ab.
Bei Rathen gab es ein weiteres Eisenbahn-Highlight: Ich liebe Gartenbahnen. Und dort gibt es eine auf 7000 Quadratmetern ! Wir haben nur kurz über den Zaun gelegt. Vielleicht schaff‘ ich es morgen noch, reinzuschauen.


Und dann hat auch noch der Schaufelraddampfer „Leipzig“ mit lautem Getute in Rathen abgelegt.
Mit einem abendlichen Bild des historischen Personenaufzuges von 1904 beende ich müde und zufrieden diesen Tag.

Morgen ist Ruhetag. Weiterfahrt am Montag. Mal sehen, ob ich morgen etwas schreiben werde.