Über den Abgassskandal (wahrscheinlich nicht nur) des VW Konzerns ist ja schon mehr als genug geschrieben worden. Wissenswertes, Unnützes, Überflüssiges, und noch mehr. Auch der in unserer schwäbischen Landeshauptstadt Stuttgart anhaltende Feinstaubalarm ist, zumindest im Ländle, immer wieder ein Artikel wert. Da wird herauf- und hinunterdiskutiert, lamentiert, nach Lösungen gesucht, oder zumindest so getan. Andere nerven sich, dass nur die Amerikaner Geld vom VW Konzern bekommen und so weiter.

Wie so oft übersieht man dann, dass es auch noch Produkte betrifft, die ohne in den Fokus zu treten, im „Windschatten“ solcher Ereignisse ihren Überlebenskampf starten müssen.
So zum Beispiel eine spezielle Gattung Uhren, bei denen man jetzt versucht, die durch saftige Preisreduzierungen noch an den Kunden zu bringen.

Es scheint, dass – endlich – die Gefühle wieder die Oberhand in unserem Leben gewinnen. Wir hören wieder zu, wenn Menschen über ihre Gefühle sprechen. Und dies nicht nur im therapeutischen Gesprächskreis, nein, endlich ziehen die Gefühle sogar in den harten Businessalltag ein.
Manche Zeitgenossen sind sogar überschwänglich gefühlsbetont und erzählen einem ununterbrochen über ihre Gefühle.
Auch im redaktionellen Teil der Medien sind Gefühle im Kommen.
Wir werden wieder Mensch („ich bin keine Maschine“, ja ich weiss, Tim Bendzko, musst du ja auch nicht sein)

Es beginnt schon morgens beim Wetterbericht. Es hat minus 5 Grad, aber das interessiert mich nicht. Mich interessiert, dass Herr Wetterfrosch es als „minus 10 Grad“ fühlt. Er begründet, dass es am kalten Wind liegt. Aha. Wenn ich jetzt in Unterhose und Socken raus gehe, fühle ich bestimmt minus 20 Grad.

Es ist zum Mäuse melken. Was man macht, ist falsch. Und jeder meint, alles kritisieren zu können, ohne aber wirklich eine Alternative anzubieten.
Silvester 2015 endete in Köln im Chaos, die Polizei war überfordert, nicht präsent, hat scheinbare Anzeichen nicht ernst genommen.
An Silvester 2016 sollte sich das nicht mehr wiederholen, also wurden die Erkenntnisse ausgewertet und Massnahmen eingeleitet, Pläne ausgearbeitet etc.

Und es ist scheinbar dieses Mal nichts passiert, was es wert gewesen wäre, zu berichten.

Man ist fast geneigt zu sagen „leider“, denn mir kommt es vor, als ob man krampfhaft das Thema „Silvester in Köln“ warmhalten will. Und weil es letztes Mal geklappt hat, die Polizei zu kritisieren, dann muss das auch dieses Jahr funktionieren. Auch wenn eigentlich alles geklappt hat.

Mit diesem Zitat von Jean Paul Sartre möchte ich heute den letzten Blogeintrag für dieses Jahr beginnen. Ich weiss nicht, in welchem Zusammenhang Monsieur Sartre diesen Satz gesagt hat und ich werde ihn hier einfach so verwenden, wie ich ihn sehe.

Auf jeden Fall hat Sartre den Satz sicher nicht in 2016 gesagt, und es zeigt sich, dass wir Menschen in jeder Zeit gedacht haben, dass die Zeiten früher besser waren und dass es immer schlimmer wird. Wenn man sich an all den Schlagzeilen des Jahres orientiert, dann sieht es ja auch (mal wieder) so aus, als ob es schlimmer nicht werden könnte. Oder als ob wir es nicht aufhalten können, dass wir geradezu ins Chaos steuern.

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mercury_6_-_patchWir schreiben den 20. Februar 1962. John Herschel Glen jr startet als Pilot an der Spitze der Atlas Rakete von der Air Force Station Cape Canaveral in Florida zur Mission „Friendship 7“ . In einer Mercury Kapsel umkreiste er als erster US-Amerikaner die Erde. Nach vier Stunden, 55 Minuten und 23 Sekunden und drei Erdumkreisungen landete er wieder sicher auf der Erde.

200px-sts-95_patch-svgVom 29. Oktober bis 7. November 1998 war Glenn nochmals im Weltall. Als Nutzlast-Spezialist war er mit der Raumfähre Discovery auf der STS-95 Mission. Dieses mal waren es 131 Umkreisungen mehr als beim ersten Mal. Mit 77 Jahren ist er der Rekordhalter als ältester Raumfahrer im Orbit.

Nie hätte ich gedacht, dass ich mal in Sarajevo sein würde. Nichts hat mich dahin gezogen. Und jetzt bin ich da. Für ein paar Tage. Zum Arbeiten. Und nebenher lese ich so ein wenig im Internet über die Stadt und ihre Geschichte.
Sarajevo, das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau, das den Ersten Weltkrieg ausgelöst hat
Sarajevo als Olympiastadt 1984, deren Stätten langsam verfallen, weil man nichts restaurieren kann, da immer noch Minen vom Bosnienkrieg herumliegen.
Sarajevo als belagerte Stadt 1992 bis 1995. Jeden Morgen fahre ich am Friedhof von 4000 Toten dieses Krieges vorbei.
Und einen Abend hatte ich, an dem ich kurz durch die Innenstadt gegangen bin. Eine Stadt mit Vergangenheit – und hoffentlich mit einer friedlichen Zukunft.

Einundsiebzig ist sie. Und heute hat sie Geburtstag. Und sie heißt ganz offiziell Anni-Frid Prinzessin Reuss von Plauen.
Ich als (früher ganz offizieller und heute eher heimlicher) ABBA Fan möchte hier einfach gratulieren. Warum? Kein runder Geburtstag, aber ein Geburtstag, an dem die Künstlerin noch lebt. Immer wieder schreiben wir, wenn jemand gestorben ist. Heute will ich einfach erinnern und gratulieren. Einer Sängerin gratulieren, die als Teil der Gruppe ABBA einen guten Teil meiner Jugend begleitet hat. Die Platten sind im Keller, ein paar CDs (ich wollte eigentlich alle LPs auch nochmals als CD) im Schrank, einige Lieder auf dem MP3 Player. Und ihre Solosongs waren auch nicht ohne, finde ich.
Happy Birthday, Anni-Frid. Und jetzt dürft ihr noch ein Lied singen, Prinzessin


Vor vielen Jahren, als weder in Europa noch in den USA irgendjemand an manipulierte Abgaswerte dachte, da waren für mich die amerikanischen „Straßenkreuzer“ einfach der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer. Als Jugendlicher war natürlich der Sprung über den großen Teich nicht drin, also schaute man die Filme, in denen die Autos auch manchmal Purzelbäume schlugen und in Flammen aufgingen.
Als ich dann endlich irgendwann vor ein paar Jahren in die USA kam, war von den „Muscle Cars“ nicht mehr viel zu sehen. Auch die Amerikaner hatten jetzt oft europäische oder japanische Autos. Und auch die US-amerikanische Autoindustrie war „zahm“ geworden. Und trotzdem, der Traum bleibt. Und so war ich vor einem starken Jahr in Böblingen bei den „American Cars“ und habe Fotos gemacht. Leider waren viele Menschen um die Autos, und nicht gerade die, die zum Ambiente gepasst haben. Ich will mich da gar nicht ausschliessen. Also habe ich Detailaufnahmen gemacht und versucht, meinen „American Car Dream“ in Bildern auszuleben.
Vielleicht gefällt es ja auch dem einen oder der anderen meiner Leserschaft
Viel Spaß

Wird je ein Mensch der Nachwelt sagen können, wie wir hier gelebt und gelitten haben, wie wir gehungert, und wie wir gestorben sind?
Oskar Singer

Am 18. Oktober 1941, also vor 75 Jahren, begannen die Deportationen von Juden aus Berlin. Die „Osttransporte“ begannen. Transporte die in den Ghettos und Vernichtungslagern im Osten endeten.

Die Deportation der jüdischen Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus war, zumindest in Berlin, keine geheime Sache. In einem langen Zug mussten die Berliner Juden durch die Stadt zum Bahnhof Grunewald laufen. Dies konnte nicht unbemerkt bleiben, denn es geschah dazu noch am helllichten Tag.
Der erste Zug verließ am 18. Oktober 1941 den Bahnhof Grunewald. Es folgten bis Anfang 1945 noch 183 dieser „Osttransporte“. Über 56000 Juden wurden aus Berlin deportiert.
Am Anfang gingen die Transporte in die Ghettos, danach fast ausschliesslich nach Theresienstadt und Auschwitz.

Wer kennt ihn, den Bären Winnie the Pooh? Oder Winnie Puuh, oder „Pu, der Bär“, wie er im Deutschen heisst. Er wird Neunzig Jahre alt. Und er kommt nicht von Disney, siondern sein Vater ist Alan Alexander Milne. Winnie war schon 34, als ich auf die Welt kam. Winnie und seine Freunde, Ferkel (oder Piglet), Rabbit, das Kaninchen, Oile, die Eule, Kinga und Ruh, die Kanguruhmutter und ihr Kind, und natürlich Tigger haben viele schöne Sätze in ihren Geschichten gesagt. Sätze, die man einfach nochmal lesen sollte.

“If there ever comes a day when we can’t be together, keep me in your heart. I’ll stay there forever.”
„Wenn irgendwann mal der Tag kommt, an dem wir nicht zusammen sein können, behalte mich im Herzen. Ich werde für immer dort bleiben“

“People say nothing is impossible, but I do nothing every day.”
„Man sagt, nichts ist unmöglich, aber ich mache jeden Tag nichts“

“Weeds are flowers too, once you get to know them.”
„Unkraut sind auch Blumen, wenn du es erst mal kennengelernt hast“

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Civil Rights March on Washington, D.C. Entertainment: closeup view of vocalists Joan Baez and Bob Dylan, 08/28/1963 Source: [http://www.archives.gov NARA] – ARC Identifier: 542021 {{PD-USGov}}
Kennen Sie Robert Allen Zimmerman? Sicher kennen Sie ihn. Nur eben als Bob Dylan. Und dieser hat heute den Nobelpreis für Literatur erhalten. Was, ein Sänger und Liedtextschreiber, sorry entschuldigung, ein „Songwriter“ bekommt einen Literaturnobelpreis? Ja jetzt aber. Teile der heiligen schreibende Zunft, wahrscheinlich vertreten durch solche, die noch nie versucht haben einen Liedtext zu schreiben, empört sich darüber, dass der Nobelpreis an einen Sänger verliehen wurde. Apropos verliehen: Ich hab noch nie gesehen, wie sie ihn zurück gegeben haben.

Liebe „Juckplotz“ Verfolgerinnen und Verfolger, liebe Literaturbloggerinnen und -blogger, wie ist Ihre Meinung? Sollen die Musicpeople jetzt auch noch die Literaturpreise absahnen, oder sollen sie gefälligst in ihrem Bereich bleiben?

Sind Texte wie „Blowing in the Wind“ nicht Literatur ?

deutschlandfahnenWelch Name für einen Feiertag… „Tag der Deutschen Einheit“….
Welche Einheit, fragte ich mich gestern…
Wo sind wir in Deutschland uns noch einig? Wo haben wir eine Einheit? Ein Feiertag, der dazu da ist, sich zu besinnen, was dazu geführt hat, eine Einheit eines Landes zu feiern.
Deutschland wurde nach dem unseligen Krieg, angezettelt durch das Nazi Regime im Deutschen Reich, von den Siegermächten in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Niemand in Deutschland wurde damals gefragt, wo er denn gerne leben möchte. Die Siegermächte nannten sich „Die Alliierten“, es waren Frankreich, Grossbritannien, die USA und als vierte Besatzungsmacht Russland. Leider waren die Ideologien der „West-Alliierten“ anders als die Ideologie Russlands. Machtkämpfe mündeten im Kalten Krieg, der nur nach aussen kalt war, zu manchen Zeiten jedoch sehr kritisch. Wir sind, wenn man Experten glaubt, damals knapp an einem Atomkrieg vorbei geschrammt. In dessen Zentrum wäre das (geteilte) Deutschland gewesen. Über Jahrzehnte gab es Versuche, die Spannung, die sich auch zwischen den beiden deutschen Staaten aufgebaut hatte (nicht ohne das Zutun der „grossen Brüder“ USA und UdSSR), abzubauen. Es gelang mal mehr, mal weniger.

Sie  machen es wirklich
Unter der Bewachung von Polizei und Militär
Angeordnet von ganz oben
Zum Schutz vor dem Kapitalismus
Die Mauer

Unabsichtlich wird sie gebaut
Über einhundert Kilometer lang

Niemand hatte die Absicht, eine Mauer zu bauen

Und jetzt setzen die Bauleute Stein auf Stein

Steine, die Familien trennen
Steine, die Ideologien trennen
Steine, die eine Stadt trennen
Steine, die ein Land trennen

Jahre gehen durch dieses Land
Menschen müssen sterben
Weil sie auf die andere Seite der Mauer wollen
Dorthin, wo sie meinen, dass sie frei sind

Die Mauer beginnt auch in unseren Köpfen zu wachsen

Im Osten ist der Kapitalismus böse
Und der Ami
Im Westen der Kommunismus
Und der Russe

Die Erziehung prägt
Auf jeder Seite anders

Die Mauer ist Vergangenheit

Lasst uns keine neue aufbauen

J.Wagner

Endlich an der Luft, die frische Luft, die ich so sehr vermisst habe.
Befehle, Schreie, Menschen, die Menschen irgendwohin treiben
Menschen, die andere Menschen verraten, belügen
Menschen, die anderen Menschen Leid zufügen
Zwei Klassen von Menschen. Menschen mit und ohne Stern.
Trotzdem Menschen
Wir wurden verraten.
Warum mussten wir uns verstecken?
Jetzt kommen wir in ein Straflager
Weil wir uns nicht freiwillig gemeldet haben
Warum sollten wir uns melden?
Weil wir Juden sind?
Weil wir eine Gefahr sind?
Für wen?
Für die Menschen?
Für die Deutschen?
Für die Niederländer?
Wir kommen in die Waggons
Ganz normale Waggons
Mit Fenstern
Die Türen werden von aussen geschlossen
Aber die Fenster sind nicht verdunkelt
Ich sehe die Landschaft
Felder, Wiesen
Ich sehe den Himmel und die Wolken
Es ist Sommer
August
Und ich bin tagsüber endlich wieder „draussen“
Das Versteckspiel hat ein Ende
Ich bin erleichtert
Glaube, dass doch alles gut wird
Ich will nicht nachdenken
Nicht jetzt
Habe so viel nachgedacht
Habe so viel geschrieben
Ich will einfach das Licht geniessen
Die Sonne
Den Sommer
Durch die Glasscheiben
Des Zuges, der uns ins Straflager bringt
Wir werden bestraft, weil wir anders sind
Und Menschen brauchen Menschen, die anders sind
Menschen, die an allem schuld sind
Menschen, die man bestrafen kann
©Jörg Wagner

Unscheinbar zwischen zwei neu eingebauten Fenstern sah ich die Schrift an der Wand

RASIR
SALON

Einmal davon abgesehen, dass ich nicht wusste, dass man das Wort “Rasieren“ einmal ohne das “Verlängerungs-E“ geschrieben hat, kamen mir Gedanken in den Sinn. Gedanken an eine Zeit, die ich nie erlebt habe. Gedanken an die Zeit Anfangs des zwanzigsten, des vorigen Jahrhunderts.

F08A4670Diesen Satz habe ich gerade auf Twitter gelesen. Im Zusammenhang mit der (zum Glück friedlichen) Demo der Erdogan Befürworter in Köln.
Ich fand den Satz sehr gut, abwohl ich mir nicht anmassen möchte, ein Türkei Kenner zu sein. Aber ein paar Gedanken darf ich mir schon machen. Und wenn jemand aus dem Kreis dazu beitragen kann, meine Meinung zu korrigieren (dabei meine ich ein anständiges und konstruktives Kritisieren – Beleidungen werden gelöscht bzw. nicht genehmigt… die Freiheit nehme ich mir hier)

Ich bin fertig. Wurde gerade ganz freundschaftlich „Alter Sack“ genannt. Ok, ich habe mich erholt. Und wie es meine Art ist, versuche ich, aus allem das Beste zu machen. Weil diejenige, die mich so nett bezeichnet hat, dazugefügt hat, „dann bist du wahrscheinlich ähnlich alt wie ich“ (Eigentlich war dieser Satz dem „Du alter Sack“ vorangestellt – und ein Zwinkersmiley gab’s auch noch nach dem „Sack“) kann sie jetzt auch hier mit raten, wie alt ich bin, beziehungsweise, in welchem Jahr ich auf diesem Planeten begonnen habe, Sauerstoff in CO2 umzuwandeln.

Aber vorher: Nicht dass da jemand glaubt, ich sei wegen des liebenswürdigen Smileybehafteten „Du alter Sack“ eingeschnappt. Mitnichten. Kam gut. Und hat zu diesem Eintrag geführt. Also alles gut.

Aber jetzt geht’s los

 

CaroCliente1
CaroCliente2

Seit Jahren frage ich mich, wer denn im Hotel immer jeden Tag alle Handtücher waschen lässt, obwohl sie gar nicht gebraucht wurden. Immense Tonnen an Waschpulver werden jeden Tag somit sinnlos der Umwelt zugeführt, die damit wirklich ein Problem hat.

Nun war ich unlängst in einem Hotel, in dem wir Gäste erst allgemein auf diesen Zustand aufmerksam gemacht wurden (es gab da einen Aushang im Badezimmer), aber dann auch ein Gast, besser gesagt, eine Gästin, direkt angesprochen.

deutschlandfahnenEin unsäglicher Krieg, massenhafte Ermordung von Menschen, Hassparolen und unendliches Leid, ausgehend von einem Land, welches Deutschland hiess, hat den Bewohnern dieses Landes für einige Jahrzehnte den Stolz auf dieses Land genommen. Den meisten wenigstens. Manchen nicht. Aber dieses Deutschland hat sich nach diesem unsäglichen Krieg, nach der Diktatur der Vernichtung gewandelt. Es entstand ein Grundgesetz, auf dem Demokratie gebaut wurde ( und hoffentlich noch wird), in dem die Menschenwürde und die Religionsfreiheit verbrieft wurden.

Da sitze ich nun glücklich auf meinem reservierten Platz, ICE zweiter Klasse. Sparpreis, BahnCard 25, alle Register gezogen. Online gebucht, sogar Sitzplatz ausgesucht. Bewusst in der „Ruhezone“, also da, wo kleine Schaubilder auch denen, die des Lesens nicht mächtig sind, zeigen „Bitte Ruhe“, „Kein Mobiltelefon“.
Ich mag das, die Ruhezone, wenn sie denn mal ruhig ist.
Es war ruhig, bis ein Schmalspurmanager zugestiegen ist. Rollkoffer, oder auch Trolley genannt hinter sich her ziehend, steuert er den Platz am Tisch des Grossraumwagens an.

Das Jahr 2016 war gerade mal einen knappen Monat alt, da bekam ich einen netten Kommentar von „Blaupause“, in welchem ich lieb gefragt wurde, ob ich die nachstehenden Fragen beantworten möchte. Euphorisch habe ich zugesagt – und nun fast drei Monate gewartet. Jetzt passt das Bild mit der schönen Blume wenigstens zum Wetter 😉

Liebe Hafenmöwe, bitte entschuldige die Verspätung.
Aber jetzt geht es los

Das sind die Fragen

1. Mit welchem Schreibgerät schreibst Du am Liebsten?

2. Erinnerst Du Dich an erstes auswendig gelerntes oder selbst geschriebenes Gedicht?

3. Welche drei (bereits verstorbenen) Dichter/innen würdest Du gern treffen?

4. Wo ist „zuhause“?

5. Welches Buch hat Dich von Anfang bis Ende gepackt?

6. Du bist glücklich, wenn ……

7. Wie wichtig ist Karneval für dich?

8. Tragik oder Komik? Wo ist Dein Schwergewicht?

9. Sonne oder Mond? Welches Licht zieht Dich mehr an?

10. Abends oder Morgens? Welche Tageszeit kommt Dir entgegen?

11. Mit welchem Fahrzeug würdest Du eine Weltreise machen wollen?

Und das die Antworten:

Kat von „Gezeitenwechsel“ hat mich zum „Liebster Award“ nomiert. Mit der Begründung, die Juckplotz Seite sei „bunt-politisch-lebendig“.

Erst mal einliebster herzliches Dankeschön für die Nominierung und die Einschätzung der Seite. Ich habe mich sehr gefreut, auch wenn ich meine Seite so noch gar nicht gesehen habe. Aber auch nichts gegen diese für mich sehr schöne Beschreibung habe. Im Gegenteil.

Dann mache ich mich mal daran, die Fragen zu beantworten

Hier die 11 Fragen

Von Lala Lugo - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6625187
Roxette in Concert 2001   Von Lala Lugo – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6625187

„An erster Stelle danke ich jedoch der mächtigen Marie, der Amazonin der heiligen Stimme, der Göttin der außergewöhnlichen Rock-Performance, der befreiten und großartigen Interpretin meiner bescheidenen Worte und Musik.“ Diese Worte richtete heute Per Gessle an seine Bandkollegin und Roxette-Mitbegründerin Marie Fredriksson.
Nach über dreissig Jahren scheint es endgültig zu sein: Marie Fredriksson, die Stimme der schwedischen Rockband „Roxette“ muss sich aus dem Showgeschäft, zumindest auf der Bühne, verabschieden. Die starke Frau, die vor 15 Jahren einen Hirntumor besiegte, sagte die Tournee heute ab. Ihre Worte klingen nach Abschied: „Es waren unglaubliche 30 Jahre! Ich fühle nur Freude und Glück beim Rückblick auf die Live-Geschichte von Roxette.“

Men to the left

Heute ist, beziehungsweise war der Internationale Frauentag. Als Blogger muss man ja da was dazu schreiben. Bloss was? Eine Lobeshymne auf die Frauen? Ein Hoch auf das, was alles erreicht wurde? Eine Auflistung, was alles noch zu tun ist?
Schön, das könnte ich jetzt alles machen. Ist auch relativ einfach. Kopieren, einfügen, Worte umstellen und schon ist der Artikel fertig. Werde ich nicht, auch wenn ich vielleicht hier mit meinen Gedanken, die nicht so schön strukturiert und sortiert kommen, wie sie vielleicht sollten, manchmal anecken werde. Ich versuche es trotzdem.

Erst einmal finde ich es gut, dass es den internationalen Frauentag gibt. Heute morgen hatten alle ein Glückwunschmail in ihrer Mailbox. Vom Geschäftsführer. Lag daran, dass es zwar den Verteiler „Standort_Alle“ gibt, aber nicht den Verteiler „Standort_Alle_Frauen“. Das lassen wir lieber, denn das könnte ja schon wieder diskriminierend sein. Also haben wir uns alle, ob Männlein…, nee… Entschuldigung: Ob Frau oder Mann, über ein „Herzlichen Glückwunsch zum Frauentag“ gefreut.
Die zweite Freude kam gleich danach, als nämlich ein grosser Korb mit Süssigkeiten in unserer Produktionshalle auftauchte. „Nur für die Frauen“ wurde ermahnend gesagt. Und dann mussten wir warten, da ja in der Produktionshalle nicht unbedingt gegessen werden sollte. Nach der Pause waren alle Frauen versorgt, viele wollten keine Süssigkeiten, wegen Figur und so, und somit kamen wir Mannsbilder auch in den Genuss der Leckereien.

Lila Kiosk (Fès, Marocco)
Lila Kiosk (Fès, Marocco) (Copyright: J.Wagner)

Heute bekam ich die Meldung von Herrn Word Press, dass ich jetzt 50 Follower habe !!!!
Am 22. Juli 2015 habe ich einen Artikel geschrieben, weil ich 10 „Followers“ hatte. Also Menschen, die meinen Blog lesen. Ich habe mir den damaligen Artikel nochmals durchgelesen, und ja, so langsam komme ich in Schwierigkeiten. Ich möchte ja auch lesen, was meine „Follower“ so schreiben. Zumindest mal reinschauen. Und da beginnen die Schwierigkeiten in Form von Zeit. Ich lese sehr viel von Euch, von Ihnen (da kommt das Nächste… sagt man heute einfach „Du“, auch wenn man sich nicht kennt, nicht gesehen hat?), manchmal im Zug, irgendwo, wenn ich auf was warten muss (oder darf), in einer Pause. Manchmal nehme ich es mir vor, einen Artikel zu kommentieren, manchmal weiss ich nicht, ob ein „Gefällt mir“ angebracht ist.
Ein Buch, eine Zeitschrift, eine Zeitung ist so viel anonymer als ein Blog. Da weiss der Autor nicht, wer seine Beiträge liest, wer sein Buch gekauft hat. Hier weiss ich es und freue mich, und ich würde gerne jedem die gleiche Aufmerksamkeit zollen, wie für meine Beiträge aufgebracht wird.

Seid versichert, liebe „Follower“ (gibt es da kein schöneres Wort?): Ich lese Eure Blogs. Manchmal auf einen Rutsch an einem Tag, an dem ich einfach Zeit habe, zu lesen. Oft ist da schon viel „Wasser den Bach runter“ und ich traue mich nicht mehr, noch was zu schreiben. Ein kleines „Like“ bleibt dann meist als Zeichen, das sagen soll „Ich war da und habe es gelesen“

Hab ich heute gelesen. Es gibt sie, die Sauberläufer. Saubärläufer? Nein Sauber, etwa so wie nicht schmutzig, rein, also einfach sauber.
Sauber, dachte ich, dass es so was gibt. Läuft sich da einer sauber? Also kommt so von der Arbeit, vom Bau, nimmt nicht den Bus, sondern läuft, also rennt nach Hause und kommt strahlend rein zuhause an? Wenn er dabei grinst, sind die Zähne auch schon geputzt? Wie geht das? Und geht das nur bei äusserlichem Dreck? Kann man sich auch innerlich sauber laufen? Oder ist alles nur Tarnung? Wie bei Volkswagen damals? Man erinnere sich: „Der läuft vielleicht sauber“, sagte der Protzat-Fahrer, nachdem er auf der bundesdeutschen Autobahn mit 220 Kilometern pro sechzig Minuten durch die Gegend gebrezelt ist. Und zuhause macht er den Fernseher an und sieht, dass sein „sauberes“ Auto genau so dreckig ist, wie alle anderen. Aber trotzdem ist es sauber gelaufen. Oder meint man mit „Sauberläufer“ nur einen „Gutläufer“, also einen, bei dem alles gut gelaufen ist? Wobei wir dann vom Aktiven ins Passive kommen… Zuerst läuft man nach Hause als Sauberläufer und dann wird man gefragt, ob heute alles gut gelaufen ist. Sauber, oder?

Good Place
Foto: J.Wagner

Firmen entdecken immer mehr, dass der Mensch aus verschiedenen Ressourcen besteht, die man wie kleine Bausteine individuell programmieren kann. Aus diesem Grund wurden auch in den deutschen Firmen die „Personalabteilungen“ zu „HR“ Departments. „HR“ heisst nicht etwa „Hoher Rat“, nein, es ist die Abkürzung von „Headhunter’s Rescue“, also die Rettung für Die sogenannten Kopfjäger. Wobei man ja das Englische nicht immer eins zu eins übersetzen sollte. Wer würde sich als Künstler bei uns schon „Katzen-Stephan“, „Neugierde hat die Katze getötet“, „Johannes Bargeld“ oder so nennen?

Aber zurück zu „HR“. Heisst natürlich nicht das mit den Kopf(geld)jägern. Sondern ganz schlicht und wenig ergreifend „Human Ressources“, also „menschliche Quellen“, wobei damit eben die Arbeitskraft gemeint ist.
Wir sind eine ganze oder eine halbe oder eine 60 FTE (Full Time Equivalent, also „wie viel wären wir, wenn wir immer da wären“)
Bevor mich jetzt wieder welche aufklären wollen, dass man das alles zur Berechnung eines Unternehmens braucht….. ja, das weiss ich. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn mit diesen Zahlen kalkuliert wird.

Aber jetzt komme ich zu den „programmierbaren Modulen“, die dann in Skill Level eingeteilt werden.

TodFünfzehn Jahre nach dem Ende des unsäglichen Krieges, der in der Geschichte „Der Zweite Weltkrieg“ genannt wurde, und doch so anders war als alle Kriege davor, weil es eben nicht „nur“ ein Krieg war, wurde irgendwo im südlichen Deutschland, genauer gesagt, auf der schwäbischen Alb, ein Kind geboren. Es war ein Sonntag ziemlich am Ende des Oktobers, und wenn es nicht Sonntag gewesen wäre, sondern Freitag, dann wäre Weltspartag gewesen. Das nur so nebenbei.
Der Junge war das Kind von Eltern, die den zweiten Weltkrieg als Kinder und Jugendliche erlebt haben. Die Mutter war bei Kriegsende knapp fünfzehn Jahre alt, der Vater siebzehn.
Jungmädelbund und Hitler Jugend waren Bestandteil der damaligen Jugend im „Dritten Reich“. Der Vater des Kindes war als Flakhelfer am Westwall und hat Dinge gesehen, von denen er nie im Detail erzählt hat, auch später nicht.

ADAC Reisführer
Foto: J.Wagner

Was im letzten Jahr an Schlagzeilen durch die Medien geisterte, führte bei allen Reisbegeisterten zu einer gewissen Unsicherheit. Sollte die Alternative zu Nudeln und Kartoffeln wirklich so ungesund sein? Sollte man keine Reiswaffeln mehr essen? Eine klare Antwort darauf blieben die Medien schuldig. Und da es auch unter den Weltenbummlern und Städtereisenden genügend Menschen gibt, die gerne auch weg von zu Hause ein Reisgericht bestellen, war guter Rat teuer. Auch im Internet wurde man bisher nicht wirklich fündig und die Insiderinformationen hielten sich in Grenzen.

„Dass Fernseh bled macht?“ hat Kabarettist Matthias Richling schon 1983 als Thema seines Bühnenprogramms gefragt. Viele Sendungen bewegen sich heute in einem Aggregatszustand, der in der Chemie gar nicht vorhanden ist: Überflüssig.
Nichtsdestotrotz hat die „Glotze“ uns Menschen auch viel gebracht. Informationen sind schneller verfügbar geworden, Bilder kamen in Wohnzimmer, deren Bewohner sich keine Reisen leisten konnten.

Und heute wird das mechanische Fernsehen neunzig Jahre alt. Das muss man sich mal einfach auf der Zunge zegrhen lassen. Neunzig Jahre. Viele unserer Mitmenschen sind also noch zu einer Zeit auf die Welt gekommen, als es noch kein Fernsehen gab. Die haben die „Sendung mit der Maus“ noch sich vorlesen lassen müssen, „Löwenzahn“ selber pflücken und die „Voice of Germany“ hiess damals auch noch anders.

Um wieder auf die Basis zurück zu kommen. Heute vor – siehe oben – Jahren hat der Schotte John Logie Baird den „mechanischen Fernseher“ vorgestellt. Er strahlte zum ersten Mal ein mechanisches Fernsehbild aus. Ein Bild, das sich aus hellen und dunklen Punkten zusammensetzte, besser gesagt, vorher auseinandersetzte (über eine Lochscheibe) und nachher wieder über eine rotierende Lochscheibe zusammengesetzt wurde.

Das war am 26. Januar 1926.

Nun haben wir es auch erfahren: Die UN haben das Jahr 2016 als das „Jahr der Hülsenfrüchte“ ausgelobt. Warum? Die Gründe dafür kann man hier nachlesen

http://www.un.org/Depts/german/gv-68/band1/ar68231.pdf
Nun will ich die Notwendigkeit, Hülsenfrüchte mehr ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, nicht in Frage stellen, da ich denke, dass die UN sich da schon Gedanken gemacht hat.

In meinem Kopf schwirren dagegen andere Assoziationen herum, die mit dem Wort „Hülse“ sich beschäftigen. Mit dem Wort „Hülse“…? , also dann mit „Worthülse“? Gibt es auch „Worthülsenfrüchte“? Bringen Worthülsen auch Früchte?
Brauchen wir Hülsen, um Worte darin zu verpacken? Oder sind die Worte die Hülsen, die einem suggerieren, dass hinter den Worten etwas steckt?
Meist wird doch unter „Worthülse“ ein Wort verstanden, das eigentlich nichts aussagt. Ganz im Gegensatz zu den Hülsenfrüchten, die die UN als sehr wichtig in der Nahrungskette einstuft. Also kein „Junk Food“, keine Nahrung, die nur für kurze Zeit Sattheit vorgaukelt.

Und unsere Worte? Hülsen oder Früchte?

Statue Vigelandsanlegget Oslo

Da sitze ich heute vormittag bei schönstem Wintersonnenfrühlingswetter am PC und mache im Urlaub meine Geschäftsmails und dann höre ich den folgenden Song im „Radio“ – eigentlich auf meinem „Medien Server“ (wusste gar nicht, dass das Lied da drauf ist)
Und da dachte ich, ich muss den Liedtext mal zitieren, für alle „50 und darüber“ (also auch für mich)

Und dann kneifen wir uns in den Arm und stellen fest: „Wir leben noch !!!!“

Elvis Strassenkünstler in Las Vegas
Elvis Strassenkünstler in Las Vegas

»Ein Image und ein Mensch sind zweierlei.
Es ist verdammt schwer, einem Image gerecht zu werden.«

– Elvis Presley auf einer Pressekonferenz im Jahr 1972

Elvis Aaron Presley würde heute 81 Jahre alt. Ok, es gibt viele, die heute einundachzig werden, oder werden würden, wären sie nicht schon tot. In manchen Blogs habe ich auch schon gelesen, dass es den Menschen auf die Nerven geht, wenn man über Geburtstage oder das Ableben von „Promis“ berichtet. Es stimmt, jeden Tag wird jemand geboren, hat jemand Geburtstag oder stirbt jemand. Und nur einige wenige werden dann in Blogs, Sondersendungen etc. bedacht. Trotzdem finde ich es interessant, sich hin und wieder mit solchen Menschen zu beschäftigen.

Jetzt hat Herr WordPress doch allen seinen Freunden geschrieben, wie die jeweiligen Blogs besucht wurden im Jahre 2015. Bei einer Bloggerin mussten die Ausstellungen im Louvre auf ewige Zeiten verlängert werden, damit alle Leser sie sehen konnten. Und Sylvia Kling hatte 14 mal die Konzerthalle im Sydney Opera House mit ihren Lesern gefüllt.

Und was schreibt Herr WordPress mir? Dass meine Leserschaft mit 22 Fahrten eines Cable Cars in San Francisco von Frisco-A nach Frisco-B transportiert werden könnte…

Stellt euch das mal vor: Sylvia müsste 16 mal vor einem total gefüllten Saal stehen und ihre wunderbaren Lyriken über Mikrofon und Lautsprecher verkünden. Und ich dürfte 22 mal in San Francisco mit dem Cable Car rumfahren.

Sylvia, ich glaube, das würde dir auch besser gefallen.

Mir gefällt das Bild, das ich im Kopf habe bei den Cable Cars. Es geht rauf und runter in San Francisco (so habe ich es wenigstens auf Bildern und Filmen gesehen), und das Cable Car macht dieses rauf und runter seit Jahrzehnten mit. Immer wieder repariert, immer wieder wird das Kabel neu befestigt, neu gespannt, damit die historische Bahn sich nicht selbständig macht und aus der Bahn gerät.
Auch mein Blog soll vom Rauf und Runter des täglichen Lebens erzählen. Manchmal erzähle ich mehr vom runter als vom rauf. Leider. Soll 2016 besser, anders werden.

Als ich gerade meinen Rechner startete, und bei Google vorbei sah, wurde mir unübersehbar mitgeteilt, dass Ludwig van Beethoven 245 Jahre alt geworden ist. Ist er natürlich nicht, es ist nur sein 245. Gerburtstag. Trotzdem tat ich innerlich einen Hüpfer, denn mir fiel spontan was ein. Da der Hüpfer beim anschauen der Google Startseite kam, hatte ich also heute Abend quasi einen „Guglhupf“. Ach, da fällt mir ein, ich muss noch was essen (und trinken – wegen „Einstein“, dass der nicht wieder kommt). Also bis gleich.

Hier jetzt die Ursache des Guglhupfs: Nehmen wir mal an, unser Ludwig van B. wäre wirklich noch am Leben, durch irgendeine kosmische Konstellation oder so was ähnlichem wurde er nämlich  irgendwann im Oktober oder November 1826 aus Gneixendorf „weggebeamt“, wahrscheinlich geklont, und sein Klon wurde in Gneixendorf zurückgelassen, weil eben beim Klonen nicht der ganze Beethoven (mit allen Talenten und so) ins „Backup“ gepasst hat.

Beethoven original ist also mal ne Zeit irgendwo, wo es ihm ganz gut zu gehen scheint, anders als seinem Klon, der als „Beethoven“ am 26, März 1827 verstirbt.  Original Beethoven bekommt von wem auch immer alles, was er braucht. Er wird schnell ganz gesund und seine Ohrenoperation ist äusserst erfolgreich. Er kann wieder hören ! Aber irgend etwas ist schief gegangen: Beethoven bleibt einfach stehen. Altermässig. Er altert nicht mehr. Er bleibt moment: (2015-245+1826)*-1=56 Jahre alt. Und das ist, wenn es nicht viel anders ist, als 55 zu sein, ein tolles Alter.

Es hat mich erwischt – Sandy Seeber, deren Blog „Aus Sicht der Dinge“ ich seit einiger Zeit „verfolge“, hat mich zum „Liebster Award“ eingeladen.
Erst mal vielen Dank an Sandy Seeber, deren Blog ich natürlich wärmstens empfehlen kann (https://ausdersichtderdinge.wordpress.com)

Dies ist mein einhundersiebenundzwanzigster Blogeintrag. Ich wollte zum 125. etwas Besonderes schreiben und dann ist „Paris“ passiert. Danach wusste ich nicht genau, was ich schreiben sollte. Dann kam Donald Trump. Und so ist jetzt dieser „Liebster Award“ Eintrag zu Nummer 127 gekommen.

Nun mal schön der Reihe nach…

Info zum Liebster Award – Discover new blogs:

LiebsterAward-300x225Die Blogger Initiative „Liebster Award“ will tollen Blogs/Autoren zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Elf Fragen beantwortet der Nominierte, dann stellt er (oder sie) elf neue Fragen an seine empfohlenen Blogs/Autoren.
Eine spannende Aktion, bei der wir die Menschen, die uns online begleiten, besser kennen lernen können. 

Noch lachen wir oder schütteln verwundert den Kopf über den milliardenschweren, sich in Szene setzenden „Republikaner“ Donald J. Trump.
Die Medien stürzen sich auf ihn und nur wenige nehmen ihn und seine verbalen Auswüchse ernst. Ein paar wenige Journalisten sehen diesem Treiben mit gemischten Gefühlen zu, die meisten sehen in Donald J. Trumps Äusserungen nicht mehr als flegelhaftes Auftreten.
Seine Beleidigungen gegen Frauen, behinderte Mitmenschen, Ausländer garantieren ihm das Interesse der Medien.
Er ist in den Schlagzeilen und die Masse schüttelt den Kopf, maximal, mehr aber auch nicht.
In Deutschland gibt es tagelange Diskussionen, wenn eine Person des politischen Lebens nicht 100% korrekt agiert.
Bewerber auf ein politisches Amt würden sich mit Aussagen Trump’schen Stils hierzulande mindestens aufs Abstellgleis manövrieren.
Interessanterweise sehen aber auch unsere Medien in Trump eher einen Medienkasper als einen zumindest latent gefährlichen Gegner der Demokratie und der Freiheit.
Dass jede pauschale Aussage gegen eine Bevölkerungsgruppe immer irgendwo bei irgendwelchen Gestalten kleben bleibt, um dort im feuchten Sumpf der Vorurteile vor sich hin zu wuchern, ist scheinbar noch nicht bei allen angekommen.

Um gleich vorab etwas klar zu stellen:
Die Anschläge in Paris am Freitagabend verurteile ich aufs Schärfste und ich bin auch schockiert und sehr betroffen.
Nicht ohne Grund hat es bis heute gedauert, bis ich mich in meinem Blog zu Wort melde.

Aber:
Ich bin nicht Paris, und ich werde auch mein Facebook Profilbild nicht mit der französischen Flagge ausstatten.
Ich werde den Eifelturm nicht in ein Friedenszeichen umwandeln.
Und trotzdem bin ich traurig. Ich trauere. Über den Verlust von Menschen, den Verlust von Menschlichkeit.
Ich trauere, dass im Namen einer Religion Leid über Menschen kommt, dass unter dem Deckmantel des Glaubens sogenannte „Ungläubige“ hingerichtet werden.

Paris hat den Terror des „Islamischen Staates“ uns Europäern nahe gebracht, das Entsetzen, den Tod, die Machtlosigkeit.
Genau der Terror, vor dem die Menschen aus Syrien und anderen Staaten fliehen, ist jetzt in der Stadt der Liebe angekommen.
Es hätte jede andere Stadt sein können.

Morgen ist wieder Montag. Auch in Dresden. Und morgen ist auch der 9. November. In ganz Deutschland.  Und in Dresden. Jeden Montag finden in Dresden Demos statt. Von einer Gruppierung,  die sich PEGIDA nennt. PEGIDA ist in aller Munde, in allen Medien. PEGIDA regiert schon längst die Tagespresse. PEGIDA darf bald sagen und tun, was sie will. Hat fast nichts zu befürchten,  egal wen oder was sie verleumden, wen sie pauschal verurteilen.  Wir laufen Gefahr, uns an PEGIDA und diejenigen, die sich darin verstecken, zu gewöhnen.
Warum ich das heute schreibe?
Weil in der Nacht vom 9. Auf den 10. November 1938, also vor 77 Jahren die Novemberpogrome stattfanden. Näheres dazu unter
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938
Und wir haben als Bundesrepublik Deutschland der Welt versprochen,  dass von unserem Boden so etwas nie wieder passieren soll.

Nun hat es mich auch erwischt. Ich wurde getagged !!

Und zwar von Sylvia Kling https://sckling.wordpress.com/

Vielen Dank für die Nominierung

Ich soll also einige Fragen zum Herbst beantworten. Na dann mal los.

Der Ursprung dieser Herbstfragerei: https://lesekasten.wordpress.com/2015/09/12/tag-der-ultimative-herbsttag-ab-in-den-herbst/

Hier die Regeln (gibt es etwas, das ohne Regeln funktioniert? Eben 😉 ):

Verlinke deinen Beitrag unter Corly’s Original-TAG
Bedanke dich für die Nominierung
Beantworte die Fragen
tagge weitere Blogger und teile es ihnen mit

  1. Was für Bücher erinnern euch an den Herbst? (Entweder wegen dem Cover oder weil sie im Herbst spielen)
    Herbstmilch: Lebenserinnerungen einer Bäuerin von Anna Wimschneider (Autor)Spielt nicht nur im Herbst, ist aber trotzdem sehr bewegend und lesenswert
  2. Was ist euer liebster Halloweenfilm?
    Ich kann mit Halloween nichts anfangen. Dachte vor Jahren immer, es sei eine Marketingkampagne der Österreichischen Hauptstadt 😉
    Für mich ist am 31. Oktober Reformationstag, und wenn ich jetzt einen Film nennen sollte, dann „Luther“, weil dieser Film mir den Reformator nicht als Heiligen sondern als zweifelnden Christen gezeigt hat.

Heute habe ich eine Mail von Herrn WordPress bekommen. Das ist der nette Herr, der mir hier den Platz zum Schreiben schenkt. Ohne dass er was von mir will. Ist sehr nett finde ich. Und dass er sogar an den Tag denkt, an dem ich mich auf seinem „Wortdruckraum“ breit gemacht habe. Das ist doch nun mal ne Kundenbindung. Er bietet mir zwar immer an, doch „Premiumkunde“ zu werden, aber wozu? So aufmerksam schon bei „Kassenpatienten“, dann würde ich das bei Premium doch gar nicht aushalten. Würde vielleicht übermütig werden, meinen ich sei was besseres als die anderen WordPress-Bewohner.
Also, vielen Dank Herr WordPress, hat mich sehr gefreut.
Da ich halt nur ein normaler Kunde bin, habe ich auch kein Geschenk bekommen, aber das ist ja auch nicht so wichtig. Habe also heute Abend meinem WordPress-Blog fünf Kerzen angezündet (in Wirklichkeit nur drei, zwei habe ich vor den Bildschirm gestellt, da haben sie sich gespiegelt, die dritte dann ein wenig ausserhalb. Die schiebe ich dann nächstes Jahr auch vor den Bildschirm), hab ne kleine Flasche Sekt aufgemacht (waren ja dann auch zwei…), und hab mit meinem WordPress angestoßen. Da muss ich sagen, dass vor fünf Jahren mein alter Bildschirm besser beim Anstossen geklungen hat. Die neuen Flachbildschirme haben einfach keinen Anstossklang (ich lasse das Wort patentieren – Anklang – Anstoss … ich nehme an was Anstoss und finde Anklang?)
Und dann bin ich ins Archiv. Ist ja bei weitem nicht mehr so staubig wie früher, wenn man in alten Schriften gekramt hat. Vielleicht erfindet mal jemand Digitalstaub, damit man auch merkt, dass man jetzt im Archiv wühlt.

Was habe ich also so vor fünf Jahren, im Oktober 2010 geschrieben?

VW Käfer
VW Käfer Foto: © J.Wagner

Die Vorgänge im Volkswagen Konzern haben den Ausschlag gegeben zu diesem Artikel. Wobei die Gedanken jetzt nicht ausschliesslich auf den aktuellen Anlass beschränkt sind.
Herr Winterkorn zieht die Konsequenz aus dem Skandal, übernimmt die volle Verantwortung, ohne dass er etwas von den Manipulationen gewusst hat – und tritt zurück.
Ich frage mich, ob ich volle Verantwortung für Vorgänge übernehmen kann, von denen ich keine Kenntnis hatte. Und ob dann ein Rücktritt wirklich „Verantwortung übernehmen“ heisst…

PapierspenderAuf Grund der Hygienevorschriften gibt es in den „Toiletten mit Publikumsverkehr“, oder landläufig auch „öffentliche Toiletten“ genannt, meist Papierhandtücher, oder „Einmalhandtücher“. Damit die Dinger nicht nass werden, oder einfach so in der Gegend rumliegen, werden sie in verschiedenen Behältnissen, auch „Spender“ genannt, vorgehalten.
Wobei die Worte „Spender“ und „vorhalten“ schon zum Kernproblem der ganzen Papierhandtuchsache führt.

Ich gehe mal davon aus, dass ein „Spender“ etwas mehr oder weniger gerne, aber auf jeden Fall freiwillig her gibt, weil er die Notwendigkeit sieht, durch seine Spende eine gewisse Not zu lindern.
Auf den Papierhandtuchspender bezogen, sollte man meinen, dass meine Not, nämlich nasse Hände zu haben, dazu führen sollte, dass dieser Spender mir gerne eines oder zwei seiner Tüchlein spendet, um mir die Möglichkeit zu bieten, meine Hände abzutrocknen.
Weit gefehlt. Diese Spender haben so einige Tricks auf Lager, uns den Empfang der Spende ziemlich zu erschweren. Ich weiss nicht, ob ich alle Möglichkeiten hier abdecken kann, aber fangen wir mal an.

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Seit nunmehr vier Tagen bin ich hier in der Asklepios Klinik St. Georg im schönen Hamburg. Und das alles wegen „Einstein“, der meinte, er müsste mal kurz blockieren. Was bei mir zu Urlaubskolliken, besser zu Koliken im Urlaub geführt hat.
Aber ich wollte ja nicht über „Einstein“ berichten, wobei es eventuell seinen Bruder „Nocheinstein“ noch gibt, was den Herren (ja, in dem Fall treten nur Herren bei der „Visite“ auf) Doktoren Rätsel aufgibt. Hat sich der kleine „Nocheinstein“ beim CT versteckt? Dort wurde nämlich nur „Einstein“ gesichtet.
Egal, zurück zum Loblied auf die Deutsche Gesundheitsversorgung.
Du zahlst jeden Monat deinen Kranjenkassenbeitrag, wobei die Krankenkassen ja heute „Gesundheitskassen“ oder „Wohlfühlkassen“ oder so genannt werden möchten. Klingt einfach besser fürs Marketing. Ist für mich krank, aber egal. Also, bei mir heissen die Krankenversicherungen Krankenkassen oder eben Krankenversicherungen.

…sonschd platz i
(Für Nichtschwaben: „Das muss raus, sonst platze ich“ – Eine präventive Entschuldigung für eventuelle nachfolgende verbale Entgleisungen, die aufgrund angestauter,  zumeist als negativ  zu bezeichnender Emotionen,  nicht immer zu vermeiden sind)

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Wir befinden uns am Sonntagmittag,  den 16. August 2015 um 12:20 Uhr  auf der Rastanlage Harz Ost, Richtung Hannover. Eine kurze Rast ist angesagt, die Laune blendend. Es geht ja schließlich in den Sommerurlaub.
Der Parkplatz ist recht belebt, Wochenende, Ferien, alles ganz normal.
Neben unserem Auto sind noch zwei Parkplätze frei und links daneben ist der Gehweg und auch eine große Abfalltonne.

Dann lassen wir das Geschehen mal starten.

Anfang diesen Monats ist Horst Brandstätter im Alter von 81 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.
Es mag sein, dass Horst Brandstätter vielen kein Begriff ist, aber wenn ich den Namen „Playmobil“ nenne, dann können wahrscheinlich alle etwas damit anfangen.
Horst Brandstätter hat nach dem Tod seines Vaters den auf Metallspielzeug spezialisierten Betrieb umgebaut und sehr früh auf den Werkstoff Kunststoff gesetzt. Bereits Ende der Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts machte er den Hoola-Hoop Reifen zum Kassenschlager.

Die Geburtsstunde von „Playmobil“ war jedoch 1974, als Brandstätter seinen damaligen Mustermacher Hans Beck beauftragte, ein Spielsystem zu entwickeln, welches wenig Kunststoff benötigt. Heraus kamen die 7,5 Zentimeter grossen bunten Figuren, die die Firma damals vor dem Konkurs gerettet haben. Brandstätter war selbst überrascht von der anhaltenden Faszination der Playmobilwelt auf die Kinder.

Bis heute wurden 2,8 Milliarden Playmobil-Figuren verkauft. Das heisst, dass die Weltbevölkerung zu 38% schon in Plastik gegossen wurde. Fast jeden Beruf, unendlich viele Tätigkeiten wurden in Playmobil umgesetzt. Neben der wirklichen Welt mit Polizei, Einbrecher, Gärtner und Verkäufer gibt es Feen und Fantasiefiguren. Und zum diesjährigen Martin Luther Jubiläumsjahr gibt es den Reformator auch in der Playmobilwelt.

Am Montag, den 6. April 2015, ist Walter Seidensticker im Alter von 85 Jahren gestorben. Walter Seidensticker war nicht nur ein leidenschaftlicher Unternehmer, der den Ausspruch seines Vaters, Walter Seidensticker sen. „Alles, was ich anfasste, wurde zu Hemden“ aus tiefster Überzeugung weitertrug, sondern er engagierte sich auch in zahlreichen kulturellen und ehrenamtlichen Projekten. Auch pflegte er fast ein halbes Jahrhundert lang Mitgliedschaften in Landes- und Fachverbänden der Bekleidungsindustrie.

Eric Clapton at the Tsunami Relief concert in Cardiff's Millennium Stadium
Eric Clapton während des Tsunami Relief Konzertes im Cardiff Millennium Stadium 22.01.2005 Foto von Yummifruitbat (CCC Lizenz)

Heute darf ein für mich ganz großer Musiker seinen siebzigsten Geburtstag feiern. Eric (Patrick) Clapton, als einziger Musiker dreifaches Mitglied der „Rock and Roll Hall of Fame, und bald auch Mitglied der „Blues Hall of Fame“, zwanzigfacher Grammygewinner und, und, und… ist ein Musiker, der mich durch die Jahrzehnte begleitet hat und dessen Musik nicht nur die „Alten“ begeistert, sondern bis in die heutigen Tage nichts an musikalischer Aktualität eingebüsst hat. Mr Slowhand vermochte und vermag es wie kaum ein Anderer, echte Gefühle in Musik zu verpacken. Er wurde auch „Bändiger des Schmerzes“ genannt.

Eric Clapton wird in ein paar Tagen wieder auf der Bühne stehen. Auf der Bühne der Royal Albert Hall. Und das sieben Abende hintereinander. Vor einundfünzig Jahren stand er dort das erste Mal; mit den „Yardbirds“, einer Gruppe, die den Blues über den großen Teich aus Amerika nach England geholt hatten.

Man kann ja zum Pfand für PET Flaschen stehen, wie man will, aber es ist einfach so, dass es Geld gibt, wenn man die Flaschen bei den Sammelstellen ab gibt. Nun gibt es jedoch Situationen, in denen der aus PET Flaschen Flüssigkeit konsumierende Kunde keine Chance hat, die Flaschen ordnungsgemäss zurück zu geben. Meist passiert dies, wenn man unterwegs ist, und es einfach leid ist, die Flaschen noch ewig lange im Rucksack oder sonstwo mit sich rum zu tragen. Also werden die Flaschen – hoffentlich – im Mülleimer entsorgt. Im öffentlichen Mülleimer. Ganz klar wird damit auf das Pfand verzichtet, es verschwindet das Geld quasi im Müllbehälter.
Menschen, denen ein paar Cent mehr oder weniger nicht egal sein können, haben sich in den letzten Jahren diese Flaschen aus dem Müll geholt und sie dem Recycling Kreislauf wieder zugeführt und sich das Pfandgeld geholt. Dies hat niemandem weh getan, im Gegenteil, es hat denen geholfen, die auf jeden Cent angewiesen sind.